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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2016 | 13:07 Uhr

Tourismus in Husum : Dockkoog: Die Politik macht Druck

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

SPD und CDU fordern von der Verwaltung, dass bis zum Sommer Pläne für das Dockkoog-Gelände vorliegen. Erste Investoren interessieren sich dort für einen Hotel-Neubau.

Die Entwicklung des Husumer Dockkoogs soll Schwung aufnehmen: In der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses am 9. November wollen SPD- und CDU-Fraktion dazu einen gemeinsamen Antrag durchbringen. Darin fordern sie die Verwaltung auf, dafür zu sorgen, „dass eine touristische Entwicklung am Dockkoog zeitnah ermöglicht wird“, wie es in der Begründung heißt. Zudem zeigt derzeit mindestens ein Investor Interesse daran, auf dem Areal ein Hotel zu errichten.

Letzteres sagt Michael Lohmann, Geschäftsführer der Husumer Beratungsfirma Concept Nord. Demnach prüfe die niederländische Ten-Brinke-Gruppe bis Mitte dieses Monats, ob sie sich dort den Bau eines Hotels vorstellen kann. Diese Initiative, so Lohmann, sei auch auf das Drängen der Husumer Wirtschaft zurückzuführen, die ein dringendes Interesse daran habe, dass sich in Sachen Dockkoog endlich etwas tut.

Spannend fänden die Niederländer laut Lohmann vor allem zwei der vier möglichen Standorte für ein Hotel: Entweder auf der Hallig oder ganz nah an der Stadt. Die Hallig-Variante allerdings, bei der der Dockkoog-Deich geöffnet wird, lehnen SPD und CDU nach wie vor vehement ab.

Die beiden größten Fraktionen in der Stadtvertretung fordern in ihrem Antrag nun, dass die Verwaltung drei Planungsbüros damit beauftragt, bis zum kommenden Sommer Varianten für eine Dockkoog-Gestaltung vorzulegen. „Danach kann das B-Plan-Verfahren gestartet werden“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Horst Bauer. Inhaltlich bekräftigt der interfraktionelle Antrag zunächst noch einmal den Beschluss: Der Dockkoog-Deich bleibt dicht, es gibt keine Hallig vor Husum. Zudem wünschen sich beide Parteien, dass der Deich seeseitig und nicht binnenseitig, verstärkt wird.

Ansonsten sind aus Sicht von SPD und CDU folgende Aspekte für eine Neugestaltung des Geländes notwendig: Es werden ausreichend Parkplätze für Badegäste angeboten, der Bau eines Hotels ist möglich, genau wie eine weitere touristische Nutzung, wie beispielsweise durch den Campingplatz. Die Idee, auf dem Dockkoog ein neues Schwimmbad zu errichten, die immer mal wieder diskutiert wird, taucht in diesem Antrag nicht auf.

Eine der Intentionen hinter diesem Antrag sei es, endlich Schwung in die Sache zu bringen, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Czock. Es gehe auch darum, dass möglichen Investoren Rahmenbedingungen gegeben werden, an denen sie sich orientieren sollen, ergänzt Horst Bauer. Dass in der Stadt schon jetzt über mögliche Interessenten für einen Hotelneubau gesprochen wird, wisse er – allerdings sei im Rathaus bisher keiner konkret Thema gewesen.

Der Umwelt- und Planungsausschuss wird sich am Mittwoch, 9. November, ab 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses mit dem Thema befassen.

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erstellt am 03.Nov.2016 | 10:00 Uhr

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