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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2016 | 11:01 Uhr

Zeltlager der Jugendfeuerwehren : Die Speisung der 1062

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Spiele und reichlich Spaß in Bredstedt: Die mehr als 600 Teilnehmer des zehnten internationalen Zeltlagers der nordfriesischen Jugendfeuerwehren sind begeistert.

Das zehnte internationale Kreiszeltlager der nordfriesischen Jugendfeuerwehren ist beides gleichermaßen – eine Jubiläums- und eine Jubel-Veranstaltung. Die Tage in Bredstedt sind angefüllt mit Wettbewerben, Ausflügen, Spielen zu Wasser und zu Lande, Stadtrallye, Orientierungsmarsch, Gottesdienst im Park und Tag der offenen Tür. Neben aller Ausgelassenheit und Fröhlichkeit läuft das Lagerleben in höchster Disziplin ab: Die Mahlzeiten sind straff organisiert. Denn mit Betreuern sind mehr als 630 Teilnehmer dabei. „Das klappt einfach fantastisch. Das musste auch vorher nicht geübt haben“, verrät Kreisjugendfeuerwehrwart Björn Hufsky, der sich als „Chef des Ganzen“ immer wieder freundlich-unauffällig „unters Volk mischt“.

Eine große logistische Herausforderung stellen Warenanlieferung, Verteilung und Aufbewahrung dar. Hierfür ist Peter Timon hauptverantwortlich – ihm stehen 28 Helfer zur Seite. „Wir brauchen genau acht Minuten für die Ausgabe von 250 Brötchen“, freut er sich über diese wahre Glanzleistung. „Und es gibt hier keine Kantinenkost; es wird täglich frisch gekocht. Im Übrigen achten war sehr darauf, dass hochwertige Nahrungsmittel verteilt und verarbeitet werde.“

Beim abendlichen Lager-Parlament wird Lob und Kritik verteilt – und der Folgetag besprochen. Mehrfach marschierte die große Schar der Teilnehmer in Zweierreihen diszipliniert durch die Stadt – etwa anlässlich der Eröffnung und des Gottesdienstes. Während der Ausflüge kamen sieben Reisebusse zum Einsatz – und anlässlich des Spießbratenfestes tummelten sich exakt 1062 Teilnehmer auf dem Sportplatz. Rekordverdächtig: An insgesamt 28 Plätzen wurde gegrillt. Bei einer großen Abendveranstaltung trat erstmals auch eine Live-Band auf: Die bekannte Rockband „Ceenot 71“ brachte ihr Publikum auf der Festwiese zum Schwitzen.

Heute stehen die Betreuerspiele auf dem Programm – „und da müssen sich die Betreuer auch mal vor zahlenmäßig großem Publikum zum Affen machen“, schmunzelt Björn Hufsky. „Ins Wasser“ flogen sie bereits einige Male unter großen Gejohle – insbesondere Hartmut Sethe – der Hauptverantwortliche für Spiele und Lagerwettbewerbe – musste schon mehrfach komplett die Kleidung wechseln. Sein Kommentar: „Naja, das gehört halt dazu. Ansonsten hätte ich mir ein anderes Ressort in der Leitung aussuchen müssen.“ Auch die Siegerehrung aller Wettbewerbe findet heute Abend statt – und bei einer erstklassigen „Lagerzirkus-Vorführung“ tischten die 460 jungen Leute aus 24 Jugendfeuerwehren „Großartiges und Atemberaubendes“ auf. Die mit 1100 Kilometern weiteste Anreise hatte die Jugendwehr aus Straznice/Tschechien; gefolgt von der Jugendfeuerwehr aus Hörby/Schweden mit 600 Kilometern.

Rund um die Uhr standen Rettungswagen und DRK-Teams, denn es mussten einige Jungfeuerwehrleute verarztet werden. „Das reichte von Schrammen am Knie bis hin zum Asthmaanfall“, berichtet Kreisbereitschaftsleiterin Monika Braczek. Dankbar sind alle auch dem Kinderarzt Dr. Maik Tanneberger, der häufig aufs Gelände kam und Bredstedter Firmen für die große Unterstützung. Die große und nach Einschätzung der Teilnehmer großartige Veranstaltung endet am Sonnabend mit der Verabschiedung und dem Abbau.

Jüngster im Lager-Stab ist Nils Dethlefsen (20). Sein Fazit: „Es macht richtig viel Spaß – ich freue mich schon auf die Veranstaltung in vier Jahren!“ Das geht Bredstedts Wehrführer Kai Lorenzen ebenso, dessen Wehr sich als umsichtiger Gastgeber präsentierte: „Eine Super-Veranstaltung. Zahlreiche Leute fragten schon bei mir an, ob wir in vier Jahren nicht wieder Ausrichter sein wollen. Von mir aus sehr gerne.“

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