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Husumer Nachrichten

28. März 2017 | 00:23 Uhr

Klinikum Nordfriesland : Die Lösung für Tönning

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auf die Nordfriesen kommen zum Jahreswechsel viele Veränderungen zu – die Tönninger Klinik wird in ein Regionales Gesundheitszentrum umgewandelt.

Für Eiderstedt stellt die Umstrukturierung des Klinikums Nordfriesland eine Zäsur dar. Zum Jahreswechsel endet nach 116 Jahren die stationäre Versorgung in der Klinik Tönning. „Dies bedeutet für viele Eiderstedter Bürger eine Umorientierung und leider auch weitere Wege“, stellt Christian von der Becke kurz vor Toresschluss noch einmal bedauernd fest: „Die Enttäuschung und auch die Sorgen der Menschen verstehen wir sehr gut.“ Allerdings, so der Geschäftsführer des Klinikums, hätten die rechtlichen Rahmenbedingungen, die finanziellen Verhältnisse und auch der Fachkräftemangel keine andere Möglichkeit mehr offengelassen.

Die Klinik in der Selckstraße wird zum Jahreswechsel in ein Regionales Gesundheitszentrum (RGZ) Tönning umgewandelt. Unter diesem Begriff werden die Angebote, die an diesem Klinikums-Standort bestehen bleiben, zusammengefasst. Dabei handelt es sich vor allem um die drei Facharztpraxen Chirurgie, Neurochirurgie und Frauenheilkunde sowie das Therapiezentrum Nord des Klinikums. Die Praxen und die Physiotherapeuten betreuen auch 2017 weiterhin während der Praxiszeiten ihre ambulanten Patienten. Ebenso bleiben die Facharztpraxis für Psychologie von Henning Willnow und die Filiale des Sanitätshauses Krämer am Standort erhalten. Das gilt vorläufig auch für das Adipositas Zentrum Nord mit seinem ambulanten Standbein.

„Wir sind zudem sehr optimistisch, die ab Januar leer stehenden Räumlichkeiten relativ bald mit neuem Leben füllen zu können“, erklärt von der Becke. Derzeit liefen einerseits Erfolg versprechende Gespräche mit Interessenten aus dem Gesundheitswesen für die Räumlichkeiten. „Andererseits haben wir einen Antrag an das Land und die Krankenkassen gestellt, um aus dem von der Bundesregierung aufgelegten ,Strukturfonds‘ Gelder für die Umwidmung der Klinik zu erhalten“, verdeutlicht der Klinikums-Chef.

Die Notfallversorgung auf Eiderstedt wird weiterhin sowohl durch den Notdienst der niedergelassenen Ärzte in der Region (Telefon 116117) als auch durch den Rettungsdienst Nordfriesland (112) sichergestellt.

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