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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 23:00 Uhr

Tönning : Die Kleingärtner haben noch Platz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Tönninger Kleingärtnerverein sucht neue Mitglieder und hofft auf Zuschüsse für neue sanitäre Anlagen.

Er wollte seine Enttäuschung über die dürftige Beteiligung im Rahmen des Umwelttages am 19. März in Tönning nicht verbergen: „Es waren nur wenige Bürger dabei“, klagte der Vorsitzende des Umwelt- und Kleingartenausschusses, Hermann Clasen, in der jüngsten Sitzung. Umso mehr habe er sich über die Mithilfe von etlichen Schülern aus der Grundschule am Ostertor und die Präsenz aus den Vereinen gefreut. Allen die da waren, gelte sein Dank im Auftrag der Stadt.

Es sei wieder einiges an Müll zusammengekommen, dabei auffällig viel Plastik und Pfandflaschen, insbesondere im Bahnhofsbereich. Wenige Tage danach habe er beobachtet, dass sich erneut einiges angesammelt hatte. „Unterm Strich lohnt sich so eine Aktion immer. Wir sollten im nächsten Jahr mehr Werbung machen. Das muss in die Köpfe aller Einwohner“, so Clasen. Die Anregung von Helge Harder (SSW), den Termin als Bestandteil im Müllabfuhrkalender mit aufzunehmen, kam in der Runde gut an. Bürgermeisterin Dorothe Klömmer versprach, zu prüfen, ob das möglich sei. Ansonsten wolle sie den nächsten Umwelttag etwas medienwirksamer als sonst ankündigen.

Einigkeit herrschte bei den Gremiumsmitgliedern darüber, dass keine Stellungnahme zum Antrag des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes (LLUR) auf Einschränkung des Gemeingebrauchs am Katinger Priel und im Speicherbecken erfolgen soll. Die Behörde möchte das FFH-Gebiet in Sachen Vogelschutz, vor allem für die Wiederansiedlung der gefährdeten Uferschnepfe oder Kampfläufer, gemäß einem entworfenen Managementplan optimieren. Somit dürften dann nur noch die Optimisten des Tönninger Yachtclubs die Gewässer für Schulungszwecke von Kindern und Jugendlichen nutzen. Eissport und das Befahren mit Kanus, Ruderbooten sowie Surfen und Kite-Surfen wären dann zukünftig verboten. „Die Optimisten nutzen das Gebiet sowieso nur noch allein. Für die anderen Sportarten ist es uninteressant geworden“, sagte Büroleiter Matthias Hasse.

Karl-Heinz Heist, Ausschuss-Mitglied und Vorsitzender des Kleingärtnervereins Tönning, berichtete, dass es in der Anlage Gardinger Chaussee 35 Parzellen gibt. 25 davon werden bewirtschaftet. Acht wären noch zu haben. Angesichts der Mitgliederzahl von 23 täte das dem Verein gut. „Zwei Parzellen nutzen wir für eigene Zwecke. Auf einer ist eine Streuobstwiese angelegt worden, auf der anderen haben wir mit vereinten Kräften eine Holzhütte als Aufenthaltsraum für die Mitglieder gebaut. Dank gebühre den Bauhofmitarbeitern für das Einbringen von Bruchsand auf den Wegen. Das habe sich bewährt. Angesichts der Tatsache, dass einige Frauen im Verein aktiv seien, wolle er noch einmal an seinen Antrag auf Installation sanitärer Anlagen erinnern. Das koste zwar Geld, aber es wäre eine zeitgemäße Investition. Er wolle vermeiden, eine mobile Toilettenkabine aufzustellen. Sowohl eine Lösung mit eigener Kläranlage, als ein Anschluss an die Kanalisation, so Büroleiter Hasse, kosten um die 20.000 Euro. Ob das angesichts einer nur halbjährlichen Nutzung im Verhältnis stehe, müsse abgewogen werden. Kostengünstig wäre es nur, wenn das für die Zukunft vorgesehene Baugebiet nördlich der Anlage eines Tages ausgebaut werden würde. Dann könne man ohne weiteres mit anschließen. „Ich werde mir Gedanken machen“, so der Vereins-Chef. Die Runde war sich einig, dass auch die Verwaltung einen Vorschlag erarbeiten soll.

Schließlich berichtete Hasse, dass bei Mäharbeiten der Bauhofmitarbeiter im Bereich Deichgrafenstraße im Ortsteil Olversum entdeckt worden sei, dass offensichtlich von Anwohnern einiges an Grünabfall mit entsorgt wurde. „Das geht natürlich nicht. Ansonsten muss das Ordnungsamt tätig werden“, so Büroleiter Matthias Hasse.

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