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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 12:01 Uhr

Husumer Hafentage : Der Versuch, sich ins Guinness-Buch zu essen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auf den Hafentagen versuchten zwei Husumer, per Eisessen auf Zeit einen Weltrekord aufzustellen.

Husum | Eiscreme essen, bis es nicht mehr geht, ein Traum vieler Süßigkeiten-Liebhaber. Nach 74 Kugeln kann aber selbst dem größten Eis-Fan schlecht werden. Das hat der Husumer Norbert Thiesen am eigenen Leib erfahren. Der 47-Jährige wollte gestern Nachmittag auf den Hafentagen einen neuen Weltrekord aufstellen. Seine Aufgabe: 100 Kugeln Eis á 30 Gramm in einer Stunde essen.

Für 100 Kugeln reichte es am Ende nicht, dennoch schaffte Thiesen es ins Guinness-Buch der Rekorde – ist er überzeugt: „Der alte Rekord lag bei 68 Kugeln in einer Stunde. Ich habe 74 in unter einer Stunde gegessen“, verkündete der Husumer. Das Speiseeis lieferte das Eiscafé Riva: 140 Kugeln Zitrone, 60 der Sorte Erdbeere.

Wie kam Thiesen auf die Idee? „Ich habe bei einer Wette schon mal 8,5 Liter Eis gegessen. So dachte ich, drei Liter schaffe ich locker“, sagte der Husumer. Mit den starken Folgen der Kälte hatte er da noch nicht gerechnet. „Ich habe meine Zunge nicht mehr gespürt“, erklärte er. „Als ich dann eine Pause machte, spürte ich, wie mir das Eis langsam wieder hochkam.“

Sein Kontrahent Torsten Wille gab nach 56 Kugeln und 36 Minuten den (Eis-)Löffel ab und reichte den Becher an seine Kinder weiter. Der Herausforderer hatte von dem Wettbewerb in der Zeitung gelesen. „Ich esse für mein Leben gerne Eis“, sagte der 55-Jährige. Vorbereitet hatte er sich nicht wirklich: „Es gibt keine Taktik – ich esse einfach drauf los.“

So war es dann auch. Während Norbert Thiesen die Kugeln schnell verzehrte, schien Wille jeden einzelnen Löffel zu genießen, obwohl er Zitroneneis gar nicht mag. Das war schließlich auch der Hauptgrund, aufzugeben. Wären es seine Lieblingssorten Marzipan oder Lakritz gewesen, wäre es vielleicht anders gelaufen. Bei den ausgewählten Sorten handelt es sich allerdings bewusst um Wasser-Eis, Milchsorten wären zu gehaltvoll gewesen.

Nach 14 Minuten hatte Thiesen bereits 40 Kugeln verputzt, Wille erreichte die gleiche Anzahl nach 19 Minuten. Nach seinem Ausstieg feuert er seinen Gegner weiter an. Doch das reichte nicht. Nach 41 Minuten und sechs Sekunden musste Thiesen sich übergeben. Da halfen auch die aufmunternden Worte des Moderators Michael Wittig nicht mehr: „Zum Nachtisch haben wir uns etwas besonderes überlegt: Es gibt Eis.“

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erstellt am 06.Aug.2016 | 10:45 Uhr

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