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Husumer Nachrichten

25. Mai 2016 | 05:18 Uhr

Im zweiten Anlauf : Der Norden bleibt eine Aktiv-Region

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Aktiv-Region Nordfriesland-Nord kann weiterhin mit EU-Fördergeldern aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums rechnen.

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Die Aktiv-Region Nordfriesland-Nord kann weiterhin mit EU-Fördergeldern aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums rechnen. Nachdem der erste Antrag zur Anerkennung des Förderstatus überraschend zur Überarbeitung an die Absender aus Niebüll zurückging, kann das Bündnis, zu dem die Städte Niebüll und Bredstedt, die Gemeinde Leck sowie 47 weitere Gemeinden zählen, jetzt doch für die laufende Förderperiode bis zum Jahr 2020 berücksichtigt werden.

Die Verantwortlichen um Niebülls Bürgermeister Wilfried Bockholt rechnen nun in den kommenden fünf Jahren mit Geldern in Höhe von 2,9 Millionen Euro aus dem europäischen Fördertopf.

„Wir waren der Meinung, wir hätten unsere Hausaufgaben gemacht“, kommentierte der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG), Bürgermeister Bockholt die „kleine Ehrenschleife“ im Rahmen des Anerkennungsverfahrens. Umso erstaunter sei man gewesen, dass die Prüfer des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein die Bereiche Energiewende und Umweltschutz in der nordfriesischen Bewerbung für nicht ausreichend befunden hatten.

Die nachfolgende Überarbeitung des Antrags hat aber keine Kosten für die Aktiv-Region Nordfriesland-Nord nach sich gezogen – auch hierfür sind vorgesehene Fördergelder geflossen, konnte Bockholt beruhigen.

Ziel in der Aktiv-Region ist die Unterstützung regionaler Projekte mit den zugeteilten EU-Fördermitteln. „In der letzten Förderperiode haben wir bis zu 70 Projekte mit angeschoben und dafür etwa 6,5 Millionen Euro aufgebracht“, rechnete Regionalmanagerin Carla Kresel vor. „Auch im aktuellen Zeitraum gehen wir von diesem Volumen aus.“

Um als regionaler Projektträger für den warmen Geldregen aus Brüssel in Frage zu kommen, muss jeder Bewerber einen Teil seines Vorhabens selbst finanzieren. Dabei wird die letztendliche Förderung nach unterschiedlichen Kriterien ausdifferenziert. „Wenn ein Projekt zum Beispiel gemeindeübergreifend tätig wird, dann steigt der Fördersatz“, erklärte Südtonderns Amtsdirektor Otto Wilke. Förderschwerpunkte bilden die Bereiche Klimaschutz und Energiewende, nachhaltige Daseinsvorsorge, Innovation und Wachstum sowie Bildung als Querschnittsthema. Im Ergebnis soll das Programm mit dieser Ausrichtung Arbeitsplätze im ländlichen Raum sichern, Kohlendioxid-Emissionen verringern und die Lebensqualität auf dem Land dauerhaft stabilisieren.

Die aktuelle Förderperiode bringt eine markante Neuerung mit sich: Den Status „Leuchtturm-Projekt“ wird es künftig nicht mehr geben. Für ehemalige Leuchtturm-Projekte wie das Niebüller Wilhelminen-Hospiz wird dies aber keine finanziellen Auswirkungen haben, meinte Wilfried Bockholt.

 

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erstellt am 01.Mai.2015 | 08:00 Uhr

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