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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 03:12 Uhr

Kaputte Straßen : Der lange Marsch durch die Sanierung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In diesem und im kommenden Jahr stehen im Stadtgebiet zahlreiche Straßenbauarbeiten an – so unter anderem in der Klaus-Groth- und in der Schückingstraße. In einigen Fällen ist eine Sanierung nicht mehr möglich.

Natürlich würde der Leiter der Tiefbauabteilung gern noch viel, viel mehr machen. Aber das gibt der Husumer Haushalt nicht her – auch nicht für die Sanierung und den Neubau von Straßen. Dafür wurde, nicht zuletzt auf Klaus Lorenzens Drängen, – „ich wollte keinen zweiten Stau wie seinerzeit bei der Schulbausanierung“ – ein Programm aufgelegt, nach dem diese Baustellen sukzessive abgearbeitet werden sollen. Maßgeblich ist dabei neben dem baulichen Zustand ihre Funktion im verkehrlichen Gesamtgefüge, so der Mann von Bauamt.

Und manchmal ändern sich die Dinge auch – wie im Baugebiet Kronenburg an der Bredstedter Straße. In dessen Kern war ursprünglich eine Ökosiedlung vorgesehen. Aber dafür wollten sich keine Interessenten finden, und so wurde die Idee fallengelassen. Als das Gelände dann für konventionelle Bauprojekte freigegeben wurde, waren die Grundstücke dagegen ganz schnell weg. „Und jetzt warten wir mit dem Straßenbau natürlich, bis die Häuser fertig sind“, erklärt Lorenzen. Der endgültige Ausbau der Margarete-Böhme- und der Charlotte-von-Krogh-Straße wird daher erst im kommenden Jahr erfolgen. „Dann wollen wir auch die letzten Bäume setzen.“

Durch die neue Asphaltdecke erstrahlt der Mühlenweg in frischen Glanz. „Die Deckensanierung haben wir im vergangenen Jahr aus Witterungsgründen nicht mehr geschafft“, berichtet Lorenzen. Das sei jetzt nachgeholt worden. Übrigens: Seit die Straße Am Buschkamp an die Schleswiger Chaussee angebunden worden ist, hat sich auch der Verkehr durch den Mühlenweg und die Mommsenstraße spürbar verringert.

Dass er und seine Leute genau hinschauen, wann und wo Geld ausgegeben wird, zeigt sich im Bereich der Bundesstraße   200, die derzeit vom Land Schleswig-Holstein saniert wird. „Als Stadt mit mehr als 20  000 Einwohnern sind wir Baulastträger für die klassifizierten Straßen im Stadtbereich“, sagt der Tiefbauer. „Daher haben wir uns an die Ausschreibung des Landes drangehängt.“ Mit anderen Worten: Die Ortsdurchfahrt vom Kreisverkehr – Höhe Andreas-Clausen-Straße bis zur Zufahrt auf die B 5 –, wird auf Kosten der Stadt gleich mitsaniert.

Ein Vollausbau steht in der Schücking- und der Feldbergstraße auf der Tagesordnung. Baubeginn dort ist nach Lorenzens Einschätzung noch im August. Zuerst soll die Feldberg- und nach deren Fertigstellung – voraussichtlich 2017 – die Schückingstraße in Angriff genommen werden. „Wenn es uns gelingt, den Verkehr entsprechend umzuleiten, können einige Arbeiten gegebenenfalls auch parallel vorgenommen werden“, sagt er. Beide Maßnahmen seien mit den Stadtwerke-Betrieben abgestimmt. „Die gehen da zeitgleich mit uns rein.“ Zusammen dürften die Maßnahmen für den reinen Straßenbau rund 1,1 Millionen Euro kosten.

Um einen Vollausbau wird die Stadt auch in der Klaus-Groth-Straße – zwischen Jebensweg und Lornsenstraße – nicht herumkommen. Durch die Neubauten der Wobau hatte dieser Straßenabschnitt „den Rest bekommen“. Auch dort sind alle Versorger mit an Bord. Eventuell werde sogar die Hebbelstraße in die Maßnahme mit einbezogen, so Lorenzen. Losgehen soll das Ganze 2017. „Das ist jedenfalls das Ziel.“

Der Anschluss der Tankstelle Goldschmidt an die Westtangente sei zwar vom Betreiber bezahlt worden, „wurde aber von der Stadt übernommen und ist jetzt eine öffentliche Straße“, fasst Lorenzen die Tiefbaumaßnahmen für dieses und kommendes Jahr zusammen. Und natürlich würde er am liebsten auch gleich den Nedderweg in Angriff nehmen. „Denn der müsste dringend ausgebaut werden. Zurzeit ist dafür allerdings kein Geld vorgesehen.“ Aber wie heißt es so schön: Kommt Zeit, kommt Geld.

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erstellt am 09.Jul.2016 | 07:15 Uhr

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