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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 21:26 Uhr

Patriot Run : Der härteste Hindernislauf für Kinder

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Herausforderung, Spaß, Leistungen – alles toll: 81 kleine Sportskanonen aus ganz Nordfriesland gingen beim ersten „Patriot Run“ auf dem Flugplatzgelände in Schwesing an den Start.

Alles fing vor zwei Jahren mit einer blutenden Schramme beim Kindertraining vom TSV Goldebek an. Dort lief Oliver Kutta mit den Kindern querfeldein, als sich einer seiner Schützlinge auf diese Weise am Bein verletzte. Und obwohl es für die jungen Sportskanonen damals nach eigener Aussage „die härteste Trainingseinheit“ gewesen war, zeigten sie sich davon auch besonders begeistert. So entstand die Idee, einen richtig harten Cross- und Hindernislauf speziell für Kinder anzubieten. Wobei 30 der maximal 100 Startplätze Kindern mit Migrationshintergrund vorbehalten bleiben sollten.

Mit der Bundeswehr und dem nordfriesischen Triathlonverein Fri Ööwingsflosse als Partner gelang es Kutta, auf dem Flugplatzgelände in Schwesing ein riesiges Abenteuer für die kleinen Helden der Jahrgänge 2001 bis 2009 zu initiieren: den „Patriot Run“.

Bei allerbestem Sommerwetter gingen am Sonntag (25. Juli) 81 Kinder aus ganz Nordfriesland an den Start. Der wahlweise dreieinhalb oder sieben Kilometer lange Parcours begann gleich mit einer kräftezehrenden Schikane: Die Kinder mussten über einen beeindruckend hohen Shelter laufen. Schon hier bewiesen sie wahren Kampfgeist: Die meisten kletterten den Flugzeugunterstand in Windeseile hoch und drei Mal so schnell auf der anderen Seite wieder herunter. Weiter ging es über Strohballen und Baumstämme, durch Reifen und Tarnnetze und die bei der Hitze besonders beliebte Wanne mit 2500 Litern Wasser. Und damit am Ende auch alles seine Richtigkeit hatte, wurden die Ergebnisse der Teilnehmer mittels Zeitmessanlage des Ausdauervereins NF ermittelt.

Die erste Läuferin, die nach 3,5 Kilometern im Ziel eine Medaille in Empfang nehmen konnte, war Alina Grünberg von der SG Ladelund-Achtrup-Leck. Sie brauchte für den Hindernisparcours 17:23 Minuten, was ihr am Ende in der Rangliste den 32. Platz einbrachte – eine tolle Leistung für die Siebenjährige, die erstmals an so einem Rennen teilnahm. Die schnellste Läuferin in der 3,5-Kilometer-Disziplin war am Ende die zwölfjährige Lia Amelie Sievers vom Bredstedter TSV (12:34), schnellster Läufer der vereinsfreie 13-jährige Nico Hansen (13:17).

Den „großen“ Lauf über sieben Kilometern entschied der zwölfjährige Fabian Rieck vom TSV Lindewitt in 24:54 für sich, gefolgt vom gleichaltrigen Lasse Sönksen (27:17) vom Bredstedter TSV und dem ebenfalls vereinsfreien 13-jährigen Nathanael Elsler (27:31). Nur drei Mädchen, allesamt 15 Jahre jung, wagten sich an diese Mega-Displizin: Hier setzte sich Ina Riedel vom SV Freie Waldorfschule Flensburg (27:36) durch, gefolgt von Levke Sönksen vom Bredstedter TSV (32:50) und Melissa Peter vom TSV Goldebek (40:51).

Neben dem anspruchsvollen Parcours hatten sich die Stabs-/ Versorgungsstaffel der Flugabwehrraketengruppe 26 und die Sportvereine TSV Goldebek und Fri Ööwingsfloose einige spannende Extras einfallen lassen. So gab es wie bei echten Wettkämpfen unterwegs Wasserstationen und am Ziel eine Vitaminbombe für alle. Und natürlich einen wahren Medaillenregen sowie Urkunden für die kleinen Kämpfer, eigenhändig unterschrieben von Oberstleutnant Evers, dem Chef der Stabs-/VersStff FlaRakGrp 26.

„Die Veranstaltung hatte zwar Wettkampf-Charakter, aber der Spaß stand im Vordergrund“, so Oliver Kutta, der auch für sich als Organisator einen Erfolg verbuchen konnte: Das erklärte Ziel, den Kindern eine schöne Herausforderung zu bieten, damit sie einen tollen Tag erleben, wurde nach Ansicht vieler junger Teilnehmer und ihrer Eltern zu mehr als 100 Prozent erreicht.

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