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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 00:23 Uhr

Urlaub auf Eiderstedt : Der Gast will sich wohlfühlen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In der Gastgeberwerkstatt gibt die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording Vermietern Tipps, unter anderem zur richtigen Einrichtung der Ferienwohnung.

Mit den Veranstaltungsreihen „TZ im Dialog“ und der „Gastgeberwerkstatt“ bietet die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording Möglichkeiten zur Information und zum Austausch miteinander und sieht sich als Impulsgeber für Vermieter und Hoteliers wie auch Inhaber und Besitzer von Gaststätten und Restaurants. Die Gastgeberwerkstatt ist ein 2016 durch die stellvertretende Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff gemeinsam mit Ute Broders, Leiterin des Tourismus-Service-Centers, sowie Thies Jahn, Gruppenleiter des Vertriebsteams, ins Leben gerufenes Projekt der TZ. Es soll dazu beitragen, die heimischen Gastbetriebe für den Markt der Zukunft fit zu machen. Diesmal ging es um ein frisches Design für Unterkünfte. Thies Jahn hatte dazu Carina Balow aus dem Kompetenzzentrum Tourismus der IHK Flensburg, die Innenarchitektin Anette Gundlach aus Garding und Elsbe Paulsen vom Landhotel Gasthof Oldenwöhrden in Wöhrden eingeladen. Um die 60 Interessierte waren gekommen.

Carina Balow stellte zunächst das „Designkontor SH“ vor. Es ist ein Projekt der IHK Schleswig-Holstein, das für Wohlfühltourismus steht. Es macht Beherbergungsbetrieben der Tourismuswirtschaft Beratungsangebote, veranstaltet Tage der offenen Tür, hilft mit Informationen, auch zu Investitionszuschüssen, und vermittelt geeignete Ansprechpartner. „Wohlfühltourismus“ geht nicht ohne ansprechende, an den Bedürfnissen des Gastes orientierte Quartiere, machte sie deutlich. Gäste sind heute „erfahren“, erkundigen sich im Vorwege und lesen Bewertungen im Netz. Sie möchten am Urlaubsort ankommen, sich wohlfühlen in einem „zweiten Zuhause“ und wiederkommen mögen. Für den Gast sind seitens des Gastgebers Ursprünglichkeit, Charme und Humor, Abwechslung, Großzügigkeit und das Ansprechen aller Sinne die Wohlfühlparameter. Dabei muss das Gesamtpaket mit „Draußen und Drinnen“ stimmig und die Gestaltung der Quartiere zeitgemäß sein. Man möge als Gastgeber immer wieder auch die „Gästebrille aufsetzen“.

Anette Gundlach, Inhaberin von „Offizine“ in Garding, zeigte dann anhand von Bildern an Beispielen auf, was möglich ist. Auf die Bedeutung von Einrichtung, Farbe, Tapete, Bilder und mehr ging sie ein, machte aber zugleich deutlich, dass „die reine Kopie eines Wohntrends nicht die perfekte Gestaltung“ ist. Elsbe Paulsen machte mit ihrem Erfahrungsbericht über die Neuausrichtung ihres Landhotels in Wöhrden trotz aller damit verbunden gewesenen Anstrengungen und Kosten auf Lust zur Modernisierung. Nach der Erkenntnis aufgrund der Anfangsberatung „Der hat auch noch Recht“ bis zum Resümee „Das wurde teurer als gedacht, hat mir aber überhaupt nicht leid getan“ nahm sie die Anwesenden begeistert mit. Natürlich gab es auch kritische Stimmen. „Wie sollen wir das realisieren? Dann noch dieses Übersoll an Angeboten durch Neubauten am Ort. Die Saison war gut, aber viele sind eben aufgrund der politischen Gegebenheiten in Deutschland geblieben und nach Schleswig-Holstein gekommen. Wie wird es in Zukunft sein?“ Thies Jahn betonte „Es geht nicht um Radikalsanierungen, sondern um Verbesserungen der Qualität für den Gast. Er soll sich wohlfühlen. Das ist gerade für eine gesteigerte Auslastung in der Nebensaison wichtig, wo auch das Wetter nicht so ist. Sommer kann jeder.“ Aber er betonte auch: „Es gibt bei uns in St. Peter-Ording und im Umland von Eiderstedt viele mit großer Liebe und Herzblut gestaltete unheimlich schöne Quartiere.“

Die nächste Gastgeberwerkstatt zum Thema „Qualitätsmanagement“ findet am Freitag, 2. Dezember, ab 18 Uhr im Dünen-Hus statt.

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