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Husumer Nachrichten

03. Dezember 2016 | 01:23 Uhr

Titelverteidigung : Dem Wetter zum Trotz – tolles Festival

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

29 Teams beteiligten sich am Friedrichstädter Drachenboot-Event. Den Titel verteidigte das Wasser- und Schifffahrtsamt aus Kiel-Holtenau. Die gut 220 Kilogramm schweren Drachenboote kommen aus Lübeck.

Einen festen Platz hat das Großereignis längst im Veranstaltungsreigen der Stadt Friedrichstadt, das Drachenbootfestival, das zum 12. Mal über die Bühne ging. Doch im Gegensatz zu den vorangegangenen Veranstaltungen gab es diesmal eine Neuerung: Zwar ist nach wie vor die Friedrichstädter Rudergesellschaft Ausrichter und Gastgeber, doch fanden die Rennen nur einem Tag statt. Zufrieden damit war der Vorsitzende Kim Koltermann. „Ich bin mir sicher, dass das der tollen Stimmung keinen Abbruch tut.“ Unterstützung bekam er von seinem Amtsvorgänger Dr. Holger Hamann: „Trotz des miesen Wetters überwiegt die gute Laune. Ich denke nicht, dass sich die Neuerung irgendwie negativ auswirkt. Dies ist und bleibt ein ganz besonderes Ereignis.“ Große Freude auch bei Günther Tietgen, der wieder die Ablaufpläne zusammengestellt hat: „Gegenüber 2015 haben wir 40 Prozent mehr Teilnehmergruppen, das ist doch enorm.“ Zum Vergleich: Im Vorjahr nahmen 20 Teams teil, diesmal 29 aus dem ganzen Land. Damit wurde auch die Jubiläumsveranstaltung 2014 mit 27 Mannschaften überboten.

Kamen die vier jeweils 220 Kilogramm schweren Drachenboote mit dazugehörigen Steuerleuten bis 2010 aus Schwerin, dann drei Jahre aus Lübeck und 2015 aus Hamburg, griff die Rudergesellschaft nun wieder auf Boote aus Lübeck zurück. Diesmal wurde in 68 Durchgängen gestartet, die Teilnehmer traten in acht Gruppen gegeneinander an.

Nicht nur die Besucher dieses Spektakels kamen wieder aus dem ganzen Land – auch die Teilnehmergruppen. Die glänzten mit Bezeichnungen wie „St. Anner Kanonenboot“, „Hobby Dragons“, „Knick Knack Trupp“, Icehouse Vice“, „Um Himmels Willen“, „Die nordischen Seeteufel aus Achtrup“ oder „Witte Müüs“. Auch das dänische Team „Danish Dynamite“ hat längst einen festen Platz. Es gab äußerst spannende Rennen auf der 250 Meter langen Distanz. Im Finale der Hauptrunde konnte sich dort das in blauen Shirts angetretene Team der „WSA-Drachen“ (Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau) gegen die rot-beshirtete Formation „Um Himmels Willen“ (Fliegerhorstkaserne Husum) durchsetzen. Erneut nehmen damit Titelverteidiger „WSA-Drachen“ den Spitzenplatz ein. Auf Platz 3 gelangte das Team „Spezialpionierregiment 164 Nordfriesland“ aus Husum vor der Formation „Flintstone“ aus Friedrichstadt. Auch innerhalb der Trostrunde gab es spannende Rennen und diese Ergebnisse: 1. „Icehouse Vice“, 2. Eider-Treene-Schule Friedrichstadt“, 3. U 96 (Freizeitteam aus Husum). Mit dabei war auch das Team „Witte Müüs“ von der Landespolizei, das seit 2013 fest mit dabei ist. Herausragend und eine absolute Besonderheit auch das einzige nur aus Frauen bestehende Team mit der Bezeichnung „Hummelschwarm“, das sich tapfer hielt und bei bester Stimmung tolle Leistungen zeigte.Nicht alle Teilnehmer kamen trocken ans Ziel, aber ausnahmslos alle waren begeistert – und wer den Hechtsprung in den sechs Meter tiefen Sielzug wagte, der tat dies freiwillig.

Für die Sicherheit war umfangreich vorgesorgt: Auf dem Wasser patroullierte laufend ein DLRG-Rettungsboot und an Land standen gleich zwei DLRG-Rettungswagen bereit. Das Großereignis verlief unfallfrei. Lediglich beim „Schäfchenrennen“ gab es etwas, das in dieser Art nicht eingeplant und bislang auch noch nicht vorgekommen war. Wegen des fehlenden Windes kamen die Schäfchen, die an der Brücke zu Wasser gelassen wurden, nicht an ihr Ziel. Wiederholt kreuzten zwei vereinseigene Motorboote auf dem Wasser und sorgten für starken Wellenschlag – doch letztlich reichte auch dieser nicht aus. Nach kurzfristiger Absprache entschied sich Kim Koltermann dann dazu, die Schäfchen, die am weitesten vorne schwimmen, mit einem Kescher einsammeln zu lassen und als offizielle Gewinner des Schäfchenrennens zu benennen. Tradition hat im Übrigen auch die After-Show-Party, die auf dem Vereinsgelände für einen langen Abend sorgte.


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