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Umwelt- und Planungsausschuss : Damit sich am Dockkoog etwas tut

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Kein Stillstand mehr: SPD und CDU setzen sich mit ihren Vorstellungen zur Neugestaltung des Husumer Dockkoogs durch.

Wie es mit dem Dockkoog weitergehen soll, haben die Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses nach langer Diskussion am Mittwoch beschlossen. Die Mitglieder folgten mehrheitlich einem Beschlussvorschlag von CDU und SPD, der abschnittsweise abgestimmt wurde. Worauf hat sich die Politik geeinigt, was soll nun konkret passieren?

Der Deich: Der bisherige Deich wird verstärkt. Geht es nach dem Wunsch der Antragsteller, möglichst an der Binnenseite. Die beiden Vertreter der Grünen stimmten gegen diesen Punkt. Wäre es nach ihnen gegangen, hätte gestern noch nicht darüber entschieden werden sollen, ob der Deich nun verstärkt wird, oder ob vor Husum doch eine Hallig entstehen soll. Das Ansinnen der Grünen wurde vom SSW unterstützt, fand aber keine Mehrheit.

Die Dockkoog-Spitze: Grundlage für die Planungen zur Gestaltung der Dockkoog-Spitze sollen die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt sein. Drei Planungsbüros werden auf dieser Basis Ideen entwickeln, wie das Gelände aussehen kann. Was umgesetzt wird, entscheidet die Politik im November. 2018 dann soll die Spitze neu gestaltet werden.

Die Fläche hinter dem Deich: Das Gelände soll im Flächennutzungsplan als Sondergebiet für touristische Nutzung festgelegt werden. Dort sollen künftig ein neues Hotel, ausreichend Parkflächen und eventuell ein Campingplatz entstehen. Ist der Flächennutzungsplan geändert, will der Ausschuss eine Bauleitplanung auf den Weg bringen.

Die Gründe für den Beschluss: CDU und SPD wollen für mögliche Hotel-Investoren Planungssicherheit schaffen, erklärte SPD-Fraktions-Chef Horst Bauer in der Sitzung. Es würden keine Investoren kommen, wenn nicht klar sei, was und wo sie überhaupt bauen dürfen: „Wir müssen als Kommune die Grundlagen schaffen.“

Es gebe ja noch gar keine Investoren, weder für ein Hotel hinterm Deich, noch für eines auf einer Hallig, konterte Frank Hofeditz. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen ist deshalb der Ansicht, dass die Entscheidung über die Deichlinie noch nicht jetzt gefällt werden müsse. Überdies warb er noch einmal für die Hallig-Variante: Bei einem Hotelbau hinter dem Deich „fehlt der Kick, der Menschen von außerhalb dazu bringt, nach Husum zu kommen, um hier Bade- oder Natururlaub zu machen“. Alfred Mordhorst (CDU) hielt dagegen: „Dass es keine interessierten Investoren gibt, ist Unsinn.“ Sobald die planungsrechtlichen Hürden genommen seien, würden sich diese schon melden.

Rüdiger Hartwigsen von der Wählergemeinschaft Husum (WGH) erläuterte, warum sich die WGH nach langen internen Diskussionen dazu durchgerungen hat, gegen die Hallig-Variante zu stimmen. Hauptargument sei, dass unklar ist, welche zusätzlichen Kosten bei dieser Variante auf die Stadt zukommen.

In welcher Form die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt in die Planungen für die Dockkoog-Spitze einfließen sollen, sorgte seinerseits für Diskussionen. So war Horst Bauer der Ansicht, dass die Bürgerwerkstatt zwar „eine nette Runde mit tollen Ideen“ war, diese Ideen aber nicht unbedingt praktisch umsetzbar seien. Letztendlich kamen die Kommunalpolitiker dann aber doch überein, die Ideen der Bürgerwerkstatt in die Planungen mit einfließen zu lassen.

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erstellt am 07.Apr.2017 | 13:00 Uhr

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