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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2016 | 11:03 Uhr

DSDS-Casting in Husum : Da zittert glatt die innere Stimme

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Fernseh-Show „Deutschland sucht den Superstar“ lud zum Vorsingen nach Husum auf den Marktplatz ein.

Elisaweta Agapowa aus Husum ist sichtlich nervös. „Ich hab mich im vergangenen Jahr schon angemeldet, bin dann aber doch nicht gekommen. Dieses Jahr will ich es nochmal versuchen“, sagt sie und geht mutig bis zum Stehtisch vor, an dem man sich anmelden muss. Die Fernseh-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) hat gestern auf dem Husumer Marktplatz Halt gemacht, um für die kommende Staffel nach den Musiktalenten Nordfrieslands zu suchen.

Einige Minuten und Anmeldeformulare später kann Elisaweta Agapowa durchgehen und sich in den Wartebereich setzten, der sich in der aufgeblasenen blauen Kuppel befindet. Dort zieht sich die Zeit, bis sie ungefähr eine Stunde später in einen der zwei Lastwagen steigen und dort vor Musikredakteuren und Produzenten der Show vorsingen darf. Dann geht es ganz schnell, bis sie wieder draußen ist. „Leider hat es nicht geklappt“, berichtet sie. „Aber ich bin froh, dass es vorbei ist. Als ich vor ihnen stand, hatte ich das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Sie sagen, meine innere Stimme hätte zu sehr gezittert.“

Martin Kinné guckt skeptisch, als er das hört. „Deine innere Stimme?“, fragt er ungläubig. Er ist selbst kurz vor ihr aus dem abgesperrten Bereich herausgekommen und eine Runde weiter. Der Musiklehrer darf im September zum nächsten Casting nach Köln fahren. Nervös war er nicht, sagt er: „Ich hab’ schon mal mitgemacht und bin bis in die Top 60 gekommen, eine Runde vor den Live-Shows bin ich dann rausgeflogen.“ Sein Ziel für dieses Mal: Spaß haben!

Das wollte auch Cindy Davids. „Ich singe immer Karaoke, und wenn die schon mal hier sind, kann ich auch mitmachen. Ich lass es erst einmal auf mich zukommen. Aber wenn die mich auswählen, werde ich mich natürlich reinhängen.“

Diesmal wird’s mit dem Fernseh-Ruhm nichts für sie. „Dann musst du heute Abend im Shamrock noch mal üben“, sind sich ihre Freunde einig und klopfen ihr auf die Schulter.

Auch für Eileen Borchardt und Jan-Phillip Maroske aus Groven hat es leider nicht gereicht. „Sie haben gesagt, meine Stimme wäre ganz gut, aber ich soll noch mehr an meiner Performance arbeiten. Dann sollte ich es nächstes Jahr noch einmal probieren“, berichtet die 20-Jährige. Und das will sie auch tun. In die Musikschule wollen die Freunde dafür zwar nicht gehen, aber „wir haben ja Musiktherapie. Wir kommen aus derselben Einrichtung“.

Wie viele Teilnehmer zum Casting auf den Husumer Marktplatz gekommen sind oder wie viele in die nächste Runde nach Köln eingeladen wurden, wollten die Veranstalter nicht sagen. „Wir dürfen hier auf unserem Gelände keine Interviews geben“, heißt es schlicht.

Je weiter der Nachmittag fortschreitet, desto mehr leert sich auch der Marktplatz wieder. „Man hört ja gar nichts“, sagen die Zuschauer etwas enttäuscht. Und der Dieter Bohlen sei auch nicht da gewesen.

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erstellt am 27.Aug.2016 | 08:00 Uhr

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