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Husumer Nachrichten

24. März 2017 | 19:08 Uhr

Tönning : Bürger nicht erbaut über Tierklinik

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mehrere Tönninger kritisieren in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung die Pläne eines Tierarztes, hinter dem ehemaligen Krankenhaus eine Tierklinik einzurichten.

Protest gab es in jüngster Sitzung des Bauausschusses der Stadt Tönning aus den Reihen der elf erschienenen Bürger. Obwohl das Thema nicht Gegenstand der Tagesordnung war, sprachen sie sich energisch gegen den geplanten Bau einer Tierklinik auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses und jetzigen Medizinischen Versorgungszentrums in der Selckstraße aus. Er war auf einem etwa 3000 Quadratmeter großen Teilstück im hinteren Grundstücksbereich angedacht worden. Grundsätzlich, fasste Brigitte Frey zusammen, sollte zunächst das Ergebnis des Bürgerbegehrens abgewartet werden. Für solche Zwecke sollte die Stadt das Sahnestück nicht weggeben. Sicher gebe es noch andere, besser geeignete Grundstücke und für das „Krankenhaus-Grundstück“ besser geeignete Nachnutzungen. Die Anwohner müssten sicher auch mit erheblichem Lärm durch Besucher oder bellenden Hunden rechnen. Wie berichtet hatte die Tönninger Stadtvertretung vor wenigen Tagen abgelehnt, das Thema noch kurzfristig auf die Tagesordnung zu nehmen. Die Änderung des B-Plans wäre nämlich die Grundlage für die Schaffung eines entsprechenden Baurechtes für den Interessenten gewesen. Büroleiter Matthias Hasse beruhigte: „Noch ist nichts entschieden. Auch heute steht das Thema nicht auf der Tagesordnung.“ Wenn der Tierarzt weiter Bedarf anmelde, werde in der nächsten Stadtvertreter-Sitzung im April darüber beraten.

Der Vorsitzende Hauke Schmidt begrüßte den Husumer Diplom-Ingenieur Thomas Holtz. Der war mit der Planung für die Erschließung des Baugebiets Nr. 26, westlich des Gewerbegebiets West an der Gardinger Chaussee beauftragt worden. Die Stadt will dort weitere Flächen für Gewerbetreibende anbieten. Bedarf sei, so bestätigte Hasse, da. „Es ging für mich um die Planung des Straßen- und Kanalbaus für die zehn Hektar große Fläche. Der B-Plan sieht eine Ringstraße vor, an der sich die Gewerbeflächen nach außen hin anschließen sollen. Die Zufahrt erfolgt von der Straße Am Ziegelhof“, informierte Holtz. Entgegen den ursprünglichen Plänen müssen zwei Regenrückhaltebecken her. Im südöstlichen Teil befindet sich eine Abtragung und das Gelände falle bis zu einem dreiviertel Meter ab, so dass hier verfüllt werden muss. Zum Thema Straßenbau sagte er, dass die Fahrbahntrasse zwölf Meter breit werde, außen mit einem Geh- und Radweg versehen. Die Fahrbahnbreite wird bei sechseinhalb Metern liegen, in Kurven bis zu acht Metern, damit die Lastkraftwagen problemlos durchkommen.

Der weitere Zeitplan, so erläuterte Kornelius Ruddeck vom Bauamt, sieht als nächstes das öffentliche Ausschreibungsverfahren vor. Wenn das weitere übliche Prozedere gut durchlaufe, könnten die ersten Bauwilligen geschätzt Ende 2018 oder Anfang 2019 loslegen.

Bürgermeisterin Dorothe Klömmer hatte noch eine gute und eine schlechte Nachricht zu verkünden. Die gute: Der Förderbescheid für die Badetreppe in die Eider über 56  600 Euro liegt vor. Ab Anfang April starten dann die Baumaßnahmen. Die weniger erfreuliche Botschaft war: „Wahrscheinlich wird der Förderantrag wegen des Sporthallenneubaus an der Grundschule am Ostertor abgelehnt.“ Zumindest die mündliche Aussage aus Kiel sei gewesen, dass die restlichen zur Verfügung stehenden Mittel aus 2016 grundsätzlich für Projekte bestimmt sind, die im ersten Anlauf abgelehnt worden waren. Was die weiteren Planungen für die Schul- und Sportstätten angehe, habe es erste Gespräche mit einem Planer gegeben, so Klömmer. Die Mitglieder des Arbeitskreises haben den Experten zur nächsten Sitzung eingeladen.

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