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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 07:14 Uhr

offene Deutsche Meisterschaft der Spielmannszüge : Bredstedter sind Deutsche Meister

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für den Spielmannszug mit dem jüngsten Altersdurchschnitt gibt es im niedersächsischen Rastede die höchste Punktzahl.

Mehr als 50 Vereine kamen bei den diesjährigen offenen Deutschen Meisterschaft der Spielmannszüge wieder zusammen. Auch die Musiker des Bredstedter Spielmannszugs reisten dazu an, um in der 20.000-Einwohner-Gemeinde im Nordwesten Niedersachsens ihr Können zu beweisen. Nach fast eineinhalbjähriger Vorbereitung und der Qualifikation im vergangenen September, war die Aufregung entsprechend groß. Mit 20 Starter stellten die Bredstedter auch die am besten besetzte Gruppe.

Am Sonnabend reiste die Gruppe an, ihre erste Wertung hatten die Bredstedter dann am frühen Sonntag-Nachmittag. So hatten alle genug Zeit, sich viele der Kontrahenten genau anzuhören. „Wie super das alle machen – können wir da mithalten?“, waren die Fragen, die sich so mancher der jungen Bredstedter Musiker stellte. Doch alle waren hoch motiviert und so lief der Vortrag bis auf wenige Kleinigkeiten fast perfekt. Dies merkten die Spielleute auch direkt nach der Wertung: Während es auch für die anderen Starter immer viel Applaus vom Publikum gab, das fast komplett aus Musikern der anderen Spielmannszügen bestand, gab es für die Bredstedter einen wahren Beifallssturm. Im anschließenden Kritik-Gespräch mit den Wertungsrichtern fielen dann Worte wie: „exzellent“ oder „hervorragend“ und vor allem wurde auch „der junge Dirigent“ gelobt. Was genau das aber zu bedeuten hatte, darauf mussten sich die Musiker noch fast drei Stunden gedulden.

Etwa 2500 Teilnehmer kamen zur großen Siegerehrung zusammen, die Anspannung in der Sporthalle war regelrecht zu spüren – vor allem bei den mit Abstand jüngsten Musikern des Spielmannszugs Bredstedt. Das Ziel des Vereins: unter die besten zehn zu kommen. Als die ersten zehn Vereine aufgerufen waren und der Name des Spielmannszug Bredstedt bis dahin nicht genannt worden war, fiel allen ein Stein vom Herzen. Die Anspannung aber stieg und stieg. Platz 5 – immer noch kein Bredstedt, Platz 4, Platz 3. Als der zweite Platz genannt wurde, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Bredstedt hatte den 1. Platz erreicht. „Alle lagen sich in den Armen und die Freudentränen flossen“, sagt der Vereinsvorsitzende Michael Klotzke.

Nach langer Zeit war es den jungen Musikern unter der Leitung von Thore Klein und Anna Puschmann gelungen, bei einem Bundeswettbewerb alle anderen Spielmannszüge der Konzertklasse A2 Liga 2 hinter sich zu lassen – und das mit der höchsten Punktzahl, die die Bredstedter jemals erreicht hatten. Mit 97 von möglichen 100 Punkten gab es die beste Wertung, die bei den Meisterschaften über alle Klassen hinweg vergeben wurde. Besonders stolz sind die Musiker auf ihren jungen Dirigenten Thore Klein, der seine Aufgabe Anfang 2015 übernommen hatte. Aber auch er zeigte sich stolz über „seine Musiker“, die alles gegeben hatten und für die vielen Übungsstunden jetzt belohnt wurden.

In diesem Jahr geht es für die Bredstedter dann beim internationalen Musikfest in Hattstedt weiter. Und für den Rest des Jahres werden sich die Spielleute dann auf das große Weihnachtskonzert am 4. Advent in der Bredstedter St.-Nikolai-Kirche vorbereiten – denn auch dort möchten die Musiker alle Zuhörer wieder begeistern.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 21:00 Uhr

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