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Husumer Nachrichten

09. Dezember 2016 | 20:29 Uhr

Kostenlos im Internet surfen : Bredstedt plant freies W-lan für den Marktplatz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Stadt plant die Installation von Hotspots in der Innenstadt, am Freibad sowie an den Sportanlagen. Noch in diesem Jahr könnte das Netz in Betrieb gehen.

E-Mails lesen, online Musik hören oder Fotos versenden – das soll in Bredstedt künftig auch möglich sein, ohne das eigene Datenvolumen von Handy oder Tablet-PC zu verbrauchen. Die Stadtpolitik berät über die Installation von W-lan-Hotspots für drahtlose lokale Netzwerke an verschiedenen Punkten im Stadtgebiet. „Die Idee ist, zunächst auf dem Markt und Fiede-Kay-Platz zu beginnen“, sagt Bredstedts stellvertretender Bürgermeister Christian Schmidt. Im Gespräch sind aber auch das Freibad, die Sportanlage an der Süderstraße sowie die Harald-Nommensen-Halle.

Rund 20.000 Euro würde die Maßnahme inklusive aller Antennen, Verkabelung, Elektronik und Installation für vier Standorte einmalig kosten, sagt Schmidt. Sobald die Hotspots laufen, würden noch etwa Kosten in Höhe von 50 bis 60 Euro pro Anlage im Monat anfallen.

Vergangene Woche hat sich der Finanzausschuss mit dem Thema auseinandergesetzt und das Projekt grundsätzlich befürwortet. Da allerdings noch nicht die genauen Kalkulationen aller infrage kommenden Anbieter vorliegen, soll das Thema in der nächsten Sitzung erneut auf den Tisch kommen. Tendenziell befürworten die Ausschussmitglieder zunächst die Installation von zwei Standpunkten: dem Marktplatz und einem zweiten Ort, auf den sie sich bislang nicht einigen konnten. Da am Markt zwei Antennen benötigt würden, damit das Netz sowohl in Richtung Osten über den großen Platz, als auch auf den Fiede-Kay-Platz strahlen kann, würden sich die Kosten inklusive eines möglichen zweiten Standorts auf etwa 10.000 bis 12.000 Euro belaufen, sagt Schmidt.

Für das Projekt hofft die Stadt auf Unterstützung der Wirtschaftsförderung Nordfriesland (WFG). Die Gesellschaft will speziell die digitale Wirtschaft in der Region stärken und hatte die touristisch weniger stark frequentierten Kommunen außerhalb von Sylt oder St. Peter-Ording Anfang des Jahres aufgerufen, sich bei Interesse mit ihr in Verbindung zu setzen. „Wir haben Kontakte zu Unternehmen, die Expertise und können die Gemeinden beraten“, sagt WFG-Regionalmanager Tilmann Meyer. Gerade dort, wo keine schnellen LTE (Long Term Evolution)- Mobilfunknetze zur Verfügung stehen, seien diese Hotspots sinnvoll.

Neben Bredstedt stehen unter anderem auch Leck und Friedrichstadt in Verhandlungen mit Anbietern für W-lan-Netzwerke. Die WFG fördert die ersten Pilot-Gemeinden mit 50 Prozent der Installationskosten oder bis zu einmalig 2500 Euro. Laufende Kosten trägt die Gemeinde anschließend selbst. „Eine Innenstadt mit einem Hotspot erhöht die Verweildauer“, sagt Meyer. „Wer im Café bequem im Internet surfen kann, isst auch noch ein zweites Stück Kuchen.“

Möglichst noch in diesem Jahr könnten die ersten W-lan-Netze in Bredstedt in Betrieb genommen werden, hofft Schmidt. Werden diese gut angenommen, sei auch eine Erweiterung auf andere Teile des Stadtgebiets möglich.

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erstellt am 13.Jun.2016 | 13:00 Uhr

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