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Husumer Nachrichten

30. September 2016 | 08:38 Uhr

Anzeige erstattet : Beleidigungen am laufenden Band

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die beiden Gemeindearbeiter in Viöl erhalten seit einem Jahr böse Briefe mit Beleidigungen. Darüber informierte der Bürgermeister den Gemeinderat. Jetzt wurde Anzeige bei der Polizei erstattet.

Über einen Fall von Diffamierung und Beleidigung in der Gemeinde berichtete Viöls Bürgermeister Heinrich Jensen in der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung. Seit mehr als einem Jahr würden die beiden Gemeindearbeiter durch anonyme Briefe mit Beschimpfungen und Beleidigungen auf schlimmste Art und Weise traktiert. Dies betreffe sogar deren Familien. Inzwischen haben die Betroffenen Anzeige bei der Polizei eingereicht. „Es ist die übelste Art aus der untersten Schublade“, kommentierte Jensen die anonymen Beleidigungen. Dies sei keine Bagatelle, sondern eine Straftat.

Die Bürger-Breitband-Netzgesellschaft (BBNG) möchte Viöl mit dem schnellen Internet versorgen. Nötig hierfür ist eine Anschlussquote von 68 Prozent. Doch die sei in Viöl noch nicht erreicht, wie Jensen mitteilte. Viele Bürger würden die Notwendigkeit hierfür noch nicht erkennen. Ein Hauptargument gegen einen Glasfaseranschluss sei, dass viele ihre derzeitige Versorgung als gut einstufen würden. Hier müssten die Vorteile der Glasfasertechnik deutlicher hervorgehoben werden.

Die lang besprochene Marktplatzsanierung wird in den kommenden Wochen in Angriff genommen. Schon am 4. Oktober soll mit der Umgestaltung begonnen werden. Nach langen Überlegungen und viel Rechnen ist nun der Auftrag für ein neues Feuerwehrfahrzeug erteilt worden. Bestellt wurde ein Löschgruppenfahrzeug 10 (LF10), das ein breites Arbeitsspektrum abdecke. Die Kosten belaufen sich auf etwa 370.000 Euro, wie der Kämmerer des Amtes Viöl, Matthias Möhrke, bestätigte.

„Es ist ein kompliziertes Thema mit überragender Bedeutung“ – mit dieser Einschätzung kam der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes, Gerd Carstensen, auf das Thema Breitbandförderprogramm des Bundes zu sprechen. Doch die einzelnen Gemeinden hätten kaum eine Chance, an die Fördertöpfe zu kommen. Daher hätten die betroffenen Gemeinden beschlossen, den „Ausbau schneller Internetzugangsmöglichkeiten“ an das Amt zu übertragen. Auch sei es zu klein, daher müsse ein Zweckverband gegründet werden, so Carstensen weiter. Dazu gehören Friedrichstadt und Tönning sowie die Ämter Viöl, Eiderstedt und Nordsee-Treene. Die Zeit drängt, bis zum 28. Oktober müssen die Anträge in Berlin vorliegen. „Es liegt also ein langer und komplizierter Weg vor uns.“ Die erste Hürde sei bereits überwunden. Die genannten Ämter haben bereits einen Förderbescheid in Höhe von jeweils 50.000 Euro erhalten. Der Zweckverband muss ein Stammkapital von 100.000 Euro vorweisen. Nach derzeitigen Berechnungen wäre das Amt Viöl mit 19.000 Euro daran beteiligt. Nach kurzer Beratung beschloss das Gremium, die Aufgabe „Ausbau schneller Internetzugangsmöglichkeiten“ mit Ausnahme der bestehenden Beteiligung an der BBNG auf das Amt zu übertragen.

Um den beschlossenen Ankauf von 208 Anteilen der Schleswig-Holstein Netz AG für knapp eine Million Euro vornehmen zu können, musste ein Nachtragshaushalt beschlossen werden. Die Aktienfinanzierung läuft über einen Kredit.

Zuletzt beschäftige sich das Gremium mit einem Antrag aus dem Ausschuss für Jugend, Kultur und Sport. So soll der Turnhallenboden zusätzlich mit einem neuen wasserdichten und schwer entflammbaren Schutzboden ausgelegt werden. „Dieser Belagaustausch steht außer Frage“, stellte der Bürgermeister klar. Der bisherige Filzteppich könne nicht mehr eingesetzt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 20  000 Euro. Der HGV habe bereits signalisiert, dass er ein Drittel der Kosten übernehme werde. Auch der Schulverband hätte sich aufgeschlossen gezeigt“, berichtete Jensen. Hier müsse jedoch noch eine Entscheidung gefällt werden. „Und auch wir als Gemeinde werden uns daran beteiligen.“ Der Finanzausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung damit befassen und eine Entscheidung fällen.

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