zur Navigation springen

Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 17:06 Uhr

Husums kaputte Klappbrücke : Bald können die Schiffe wieder heim

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Noch diese Woche soll die Eisenbahn-Klappbrücke wieder repariert werden. Bootsbesitzer mussten ihre Fahrzeuge für zwei Monate auslagern.

Weiterhin Leere im Hafenbecken: Nur drei Boote liegen im Binnenhafen. Jene drei, die durch die zugeklappte Eisenbahnbrücke nicht an der Ein- und Ausfahrt behindert werden. Doch es gibt Hoffnung für die Bootsbesitzer: Die Brücke, die sich seit mehr als zwei Monaten nicht mehr öffnen lässt, soll bis zum Pfingstwochenende repariert sein, erklärt Bahn-Pressesprecher Egbert Meyer-Lovis auf Nachfrage der Husumer Nachrichten. „Der Einbau des Ersatzteils soll noch diese Woche erfolgen“, sagt Meyer-Lovis. Bei Gleisarbeiten war ein defekter Schrägstoß aufgefallen. Dieser wurde vorübergehend durch eine normale Schiene ersetzt – dadurch aber ließ sich die Brücke nicht mehr klappen. In einer der kommenden Nächte soll diese Ersatzschiene nun wieder durch einen speziell angefertigten Schrägstoß ersetzt werden.

Weil es so lange dauert, bis die Brücke repariert ist, hat die Sportbootvereinigung ihre Steganlagen zwischenzeitlich an den Außenhafen verlegt. Bei den Bootsbesitzern herrscht schlechte Stimmung, sie ärgern sich nicht zum ersten Mal über die Unzuverlässigkeit der Husumer Brücken. Immer wieder waren in den vergangenen Jahren geplante Ausflüge ins Wasser gefallen, weil eine der Brücken nicht mitspielte, beklagen die Vereinsmitglieder.

„Die Bootsbesitzer sind bereits durch die Gezeiten eingeschränkt“, sagt Wolfgang Loy, ehrenamtlicher Hafenmeister der Interessengemeinschaft Husumer Hafen (IGHH). So ist das Ein- und Ausfahren nur drei Stunden vor und bis drei Stunden nach Hochwasser möglich.

Aber nicht nur einheimische Bootsbesitzer sind von dem Problem betroffen, sondern auch Urlauber, die auf dem Wasserweg in die Stadt kommen. „Bereits vier Mal war der Traditionssegler ,Jonas‘ in diesem Jahr in Husum, konnte aber nicht ein einziges Mal in den Binnenhafen einlaufen“, berichtet Loy. Aber gerade diese Traditionssegler seien ein Blickfang im Hafenbecken.

Bisher gibt es keine nachhaltige Lösung für das Brücken-Problem: Gerade wenn es warm wird, kann es dort mal klemmen. Doch zumindest in einem Punkt sieht Hans von Wecheln, Beiratsmitglied der IGHH, etwas Positives: „Man merkt eine Sensibilisierung bei der Deutschen Bahn, wenn es um das Thema geht.“

zur Startseite

von
erstellt am 10.Mai.2016 | 13:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen