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Husumer Nachrichten

09. Dezember 2016 | 12:49 Uhr

Marschbahn-Querung : Bahnübergang: Neubau löst das Stau-Problem

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Unterführung als Verbindung zum Dockkoog ist vom Tisch. Der alte Bahnübergang an der Kleikuhle wird durch einen Neubau ersetzt.

Es gibt Licht am Ende des Tunnels – denn der ist jetzt vom Tisch. Im Klartext: Die im Jahr 2002 mit der Deutschen Bahn geschlossene Vereinbarung, den Bahnübergang Kleikuhle durch eine Unterführung zu ersetzen, wird durch eine neue Zielsetzung abgelöst. „Wir haben jetzt gemeinsam mit der Bahn eine für alle Seiten verpflichtende Vereinbarung geschlossen, die statt der Unterführung einen neuen Bahnübergang in der Verlängerung der Langenharmstraße vorsieht und den alten an der Kleikuhle ersetzt“, erläutert Klaus Lorenzen von der Tiefbauabteilung des Bauamtes.

Lorenzen ist froh, dass mit der Schließung des alten Bahnübergangs endlich ein langjähriger Gefahrenpunkt in der Stadt wegfallen wird. „Durch die Klappbrücke bedingt sind die Abbiegespuren zu kurz , der Verkehr staut sich auf der Westtangente und es bleiben immer wieder Autos auf den Schienen stehen, die nicht weiterkönnen.“ Dazu komme noch die erhebliche Anzahl an Fußgängern und Radfahrern, die dort auf ihrem Weg zum Dockkoog die Marschbahnstrecke zwischen Hamburg und Westerland kreuzen. „Insbesondere im Sommer bei Flut ist das schon eine große Menge Badeverkehr, der herüber will.“

Das alles soll besser werden, wenn der neue Übergang in Betrieb geht. Hier können richtig lange Abbiegespuren für einen ungestört fließenden Verkehr sorgen. Was aber noch eine Weile dauern wird: „Derzeitig arbeiten wir mit der Bahn einen Zeitplan aus, wann die Maßnahme frühestens begonnen und wann sie spätestens beendet sein soll“, erläutert Lorenzen. Immerhin wird direkt an einer Hauptader des Schienenverkehrs in Schleswig-Holstein gearbeitet werden, was jede Menge Koordination erfordert. „Damit haben wir das Planungsbüro Dannenberg in Hamburg beauftragt, die haben Erfahrung auf diesem Sektor.“ Aufgrund der komplizierten Sachlage wird der erste Spatenstich am Übergang aber erst in fünf Jahren erfolgen, ist sich Lorenzen sicher.

Gleichwohl ist auf der Westseite der Gleise schon mit den Vorarbeiten begonnen worden. „Wir schließen den Übergang dort mit einer neuen Strecke an die bisherige Straße zum Dockkoog an“, sagt Lorenzen. Da dies eine Landesstraße ist, erfolge die Planung in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN). „Ein Teil ist dort schon fertig, der Bodenausbau ist bereits gemacht.“ Insgesamt sollen die Baumaßnahmen am Übergang und den angeschlossenen Straßen aber parallel erfolgen. „Das muss ja alles gleichzeitig fertig werden.“

Etwas Gutes hat die mittlerweile ad acta gelegte Unterführung aber doch gezeitigt: „Dadurch, dass diese der planerische Vorgänger der Kreuzungslösung ist, gilt der künftige Übergang als ganz neue Maßnahme und nicht nur als Verlegung des alten Übergangs“, erläutert Lorenzen. Und damit werden die Kosten der Baumaßnahme geteilt: „Bund, Stadt und Bahn zahlen jetzt je ein Drittel.“ Bei einer reinen Verlegung hätte sich die Deutsche Bahn nicht in dieser Größenordnung beteiligen müssen.

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erstellt am 29.Jul.2016 | 13:00 Uhr

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