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Husumer Nachrichten

09. Dezember 2016 | 03:07 Uhr

St. Peter-Ording und der Nationalpark : Badeort will Partner der Natur sein

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auch der Tourismus-Ausschuss von St. Peter-Ording stimmt für die Nationalpark- Partnerschaft. Nun muss noch der Vergaberat entscheiden.

Die Diskussion im Tourismus-Ausschuss war nur kurz. Die stellvertretende Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff hatte den Antrag zur Nationalpark-Partnerschaft Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wie bereits vor zwei Wochen im Umweltausschuss (wir berichteten) vorgestellt und erläutert: St. Peter-Ording lebe die Kooperation bereits, bekenne sich zum Nationalpark und seiner Philosophie. Naturschutz und Tourismus seien miteinander vereinbar. Urlauber legten zunehmend mehr Wert auf Nachhaltigkeit. Doch gab es noch ein paar kritische Stimmen in der Sitzung zu Detailfragen. Georg Werner Jensen (AWG) bezeichnete die Überprüfung der Partnerschaft nach drei Jahren als eine Art „Zwangsprüfung“. Sinnvoller wäre es nach vier oder fünf Jahren. Wolfgang Voutta (CDU) legte Wert darauf, dass wie im Umweltausschuss nur ein Empfehlungsbeschluss gefasst werde. Der Ausschuss-Vorsitzende Tim Schäfer (AWG) beurteilte den Zeitpunkt für die Nationalparkpartnerschaft dagegen als „jetzt genau richtig“. Wiltrud Kraas (FDP) bestätigte das mit „sie steht uns gut an“. Das Votum war dann einstimmig.

Die Unterlagen der Gemeinde St. Peter-Ording zur Nationalpark-Partnerschaft liegen der Nationalparkverwaltung in Tönning bereits vor. Am Donnerstag (3. November) entscheidet der Vergaberat über die Aufnahme. Er setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Insel- und Halligkonferenz, der Nordsee-Tourismus-Service GmbH, Naturschutzverbänden, Nationalpark-Partnern und Nationalparkverwaltung. Stimmt das Gremium zu, sieht Bürgermeister und Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier kein Hindernis, die Partnerschaftsurkunde schon am 17. November im Dünen-Hus im Rahmen der Fachtagung „Naturerlebnis im touristischen Angebot“ entgegenzunehmen. Unisono begrüßten das alle Mitglieder des Ausschusses wie auch die anwesende Gemeindevertreter.

Ohne Aussprache hatte der Ausschuss zuvor schon der Überarbeitung und Erneuerung der Nationalparktafeln in Böhl für das Besucher-Informations-System zugestimmt. Die Kosten in Höhe von 3000 Euro werden aus den Parkplatzentgelten bestritten.

Neu aufgenommen in die Tagesordnung war der Punkt „Strandkorbpreise“. Der Bestand an Strandkörben ist in 2016 erhöht und die Qualität verbessert worden. So erfolgreich wie in diesem Jahr war man bei der Vermietung bisher nie gewesen. Rainer Balsmeier bat um Zustimmung für die Erstellung eines neuen Preisgefüges für Tages- und Wochenkarten, das auch eine Online-Buchung für Strandkörbe ermöglicht. Der Ausschuss stimmte auch hier zu.

Constanze Höfinghoff berichtete dann von den sehr gut angenommenen Märchentagen mit Piratenlager in den Herbstferien, der ersten zwar kontrovers, aber überaus konstruktiv verlaufenen „TZ im Dialog“-Runde mit mehr als 100 Teilnehmern zum Thema „Hunde am Strand und im Ort“ (wir berichteten) sowie das in einer Auflage von 50.000 Stück herausgegebene Gastgeberverzeichnis. Dies soll künftig als Magazin erscheinen, in dem die Gastgeber in einem als „Einlieger“ beigefügten Verzeichnis gesondert aufgeführt sind. In der nächsten Veranstaltung „TZ im Dialog“ am Mittwoch (23.) zum Thema „Was Sie bewegt“ geht es um die Polizeiarbeit und die E-Mobilität im Ort.

Über die wettertechnisch sehr durchwachsene Saison konnte Rainer Balsmeier – trotz der „Sorgenfalten“ im August – schon jetzt ein sehr positives Resümee ziehen. „Einen solchen September wie in diesem Jahr hat es in meinen 20 Jahren hier noch nie gegeben. Aber es zeigt auch, wie es sich bei den witterungsbedingten Positionen innerhalb von sechs, sieben Wochen ändern kann.“ Und zum Stichwort W-lan sagte er, dass es 2017 auch am Südstrand, am Böhler Strand und in der Dünen-Therme sowie der Tourismus-Information im Dorf zur Verfügung stehen soll. Bereits verfügbar ist es im Dünen-Hus und an den Stränden Bad und Ording.

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