zur Navigation springen

Husumer Nachrichten

28. März 2017 | 00:32 Uhr

Finanzamt Nordfriesland : B-Plan für neues Finanzamt abgesegnet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Husums Stadtvertreter erinnern an Einsatz für den Standort in der Storm-Stadt und philosophieren über Freund und Leid bei städtebauliche Veränderungen.

Im Grunde war es nur noch ein formaler Akt: Die Husumer Stadtvertreter beschlossen am Donnerstag einstimmig den Bebauungsplan für das Finanzamt Nordfriesland. Diese Gelegenheit nutzten die Politiker allerdings, um daran zu erinnern, wie die Stadt dafür gekämpft hatte, dass Husum der Standort für das gemeinsame Finanzamt wird – und nicht Leck.

Ulf von Hielmcrone nutzte den Zeitpunkt aber auch, um die baulichen Veränderungen in der Storm-Stadt noch einmal zu beleuchten: „Mit dem Neubau des Finanzamtes und mit der Entscheidung für das Husum Shopping-Center haben wir in diesem Jahr zwei große Projekte angestoßen“, resümierte der SPD-Politiker. Gleichzeitig werde in der Nordbahnhofstraße ein ganzer Häuserzug abgerissen. Er könne verstehen, wenn Menschen befürchten, dass in Husum bald kein Stein mehr auf dem anderen liege, so Hielmcrone. Aber: „Der wirtschaftliche Druck ist groß. Uns muss der Spagat gelingen, das gute Alte zu erhalten und das Neue zu fördern.“ Durch den Bau des neuen Finanzamtes werde das Stadtbild geprägt, Husum noch urbaner, Parkplätze vernichtet. Trotzdem sei für ihn klar, dass das Finanzamt nach Husum gehöre.

Hielmcrone betonte, dass sich die Politik ihre Entscheidungen nicht leicht mache: „Ich hoffe sehr, dass die Menschen in 20 Jahren über unsere Arbeit sagen: Sie haben vielleicht nicht alles richtig gemacht, doch manches erreicht und sind die Sache jedenfalls immer ernsthaft angegangen.“

Martin Kindl (CDU) erklärte, der Bau des gemeinsamen nordfriesischen Amtes sei auch unter dem Gesichtspunkt „Arbeitsplätze“ positiv zu bewerten: Angesichts des Abbaus bei Senvion und dem Bahnbetriebswerk sei es ein gutes Zeichen, dass die Zahl der Arbeitsplätze im Finanzamt von derzeit 135 auf bis zu 250 erhöhen werden. Er freue sich, dass der Bebauungsplan nun beschlossen sei und der nächste „spannende Schritt“ anstehe: Ein Architekten-Wettbewerb, nach dem sich entscheidet, wie das Gebäude aussehen soll. Kindl erinnerte daran, dass die Entscheidung im März 2014 für den Standort Husum eine „knappe Kiste“ war. Er hege zudem die Hoffnung, dass die Architekten die am Wettbewerb teilnehmen, auch eine neue Lösung für die Parkplätze finden, die „als Preis“ für den Neubau verschwinden. Schlussendlich lobte Kindl Bürgermeister Uwe Schmitz ausdrücklich für sein Engagement: „Er hat mit sehr viel Engagement und Herzblut für Husum gekämpft.“

„Gekämpft wie ein Löwe“, ergänzte Helmut Stemke von der Wählergemeinschaft Husum und erntete damit Applaus aus dem Plenum. Er erinnerte daran, dass in Husum schon einmal ein neues Finanzamt geplant gewesen sei – auf dem Standort des Alten Gymnasiums: „Um diese Idee wurde es immer stiller, bis man gar nichts mehr von ihr gehört habe.“ Deshalb glaube er an die Umsetzung der aktuellen Pläne auch erst, „wenn die Bodenplatte gegossen ist“.

zur Startseite

von
erstellt am 18.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen