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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 07:09 Uhr

Neue Wohnungen für Husum : Aus Brachen wird Bauland

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Husum wird auf dem Gewoba-Gelände in Hockensbüll bereits gebaut – im kommenden Jahr soll es in Theodor-Storm- und Friedrichstraße weitergehen.

Erst dauerte es, bis die alte, marode Gewoba-Siedlung aus den frühen Nachkriegsjahren abgerissen wurde. Und als es endlich soweit war, sollten weitere Jahre ins Land gehen, bis entlang der Schobüller Straße endlich wieder Baukräne kreisten. Heute – nach annähernd zehn Jahren – ist allerdings kaum zu übersehen, dass sich auf dem 50.000 Quadratmeter großen Gelände etwas tut. „Derzeit sind in Hockensbüll acht mehrstöckige Gebäude sowie 13 Reihenhäuser im Bau“, erläuterte Dietmar Jonscher bei einem Termin vor Ort. Das Vorstandsmitglied der Gewoba-Nord informierte Stadtvertreter und interessierte Bürger über den aktuellen Stand der Dinge. Dabei kam auch die Frage zur Sprache, warum die Gebäude nicht verklinkert worden seien. Jonscher verwies auf zu hohe Kosten: „Das eingesparte Geld haben wir in die Isolierung und eine Solar-Wasserspeicher-Technik investiert“, erläuterte der Gewoba-Chef.

Auf drei Flachdach-Gebäuden ist die entsprechende Solar-Technik installiert und verleiht den Häusern eine markante Optik. „Damit bewegen wir uns in Richtung Passivhaus“, sagte Jonscher. Die drei Wohnblöcke verfügen darüber hinaus über einen Keller, in dem auch die Zentralwasserspeicher untergebracht sind. „Von dort aus werden alle 96 Wohnungen versorgt“, so der Abteilungsleiter der Gewoba-Bauverwaltung, Peter Kübel.

Die neuen Angebote haben 45 bis 65 Quadratmeter Wohnfläche und sind, soweit sie sich in den mehrstöckigen Gebäuden befinden, bereits vermietet. Dies gilt auch für die noch im Bau befindlichen Wohnblöcke.

Bei dieser Gelegenheit wies Dietmar Jonscher ausdrücklich darauf hin, dass es nicht die Schuld der Gewoba sei, dass die Gebäude noch nicht an die Straße angeschlossen seien. „Dafür sind Stadt und Land verantwortlich“, versicherte er und erinnerte daran, dass die Baugenossenschaft zugunsten der Stadt Husum auf etwa zwei Drittel der ehemaligen Siedlungsflächen verzichtet habe. Im Tausch erhielt die Genossenschaft das Vorkaufsrecht für drei Flächen in der Stadt und hat bereits zwei Optionen gezogen – für das Areal der früheren Volkshochschule (VHS) in der Theodor-Storm-Straße und für das der abgerissenen alten Iven-Agßen-Schule (IAS) in der Friedrichstraße.

Für diese Flächen gibt es inzwischen auch verbindliche Planungen: So ist der Baubeginn auf dem Gelände der ehemaligen VHS auf März/April kommenden Jahres terminiert. Insgesamt 23 Wohnungen sollen dort entstehen – „in vorzüglicher Lage“, wie Jonscher mit Blick auf die Nähe zum Schlosspark und zur Innenstadt hervorhob. Zur Straße hin werden Wohnblöcke entstehen, dahinter schließen sich Reihenhäuser an.

Auf dem derzeit brachliegenden Gelände in Rödemis sollen die Bauarbeiten im Juli/August 2017 beginnen. Dort entstehen sieben mehrstöckige Wohnhäuser mit insgesamt 54 Wohnungen. Die dritte Fläche, mit der der Tausch abgeschlossen sein würde, wird allerdings noch gesucht. Dort will die Baugenossenschaft dann bis zu 50 weitere Wohnungen errichten.

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