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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 11:20 Uhr

Christian-Jensen-Kolleg : Auf der Erfolgsspur

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Christian-Jensen-Kolleg in Breklum erreichte 2015 mit mehr als 13.000 Übernachtungen Spitzenwerte. Ein neues Finanzierungskonzept setzt auf den Erhalt des Gebäudes.

Nachhaltigkeit hat sich das Christian-Jensen-Kolleg (CJK) in Breklum auf seine Fahnen geschrieben und das Bildungszentrum setzt diesen Anspruch konsequent und erfolgreich um. „Wir können mit der Entwicklung des Hauses sehr zufrieden sein“, sagt deshalb auch der Geschäftsführer und theologische Leiter, Friedemann Magaard. Zum zweiten Mal in Folge erreichte das Kolleg im Vorjahr mit mehr als 13.000 Übernachtungen Spitzenwerte. Zum Vergleich: 2009 lag der Wert noch unterhalb der 10.000er-Marke.

„Wir haben eine sehr gute Auslastung und befinden uns wirtschaftlich in einer stabilisierten Situation“, freut sich Magaard. Die ausgesprochen positive Entwicklung sei vor allem auch dem kaufmännischen CJK-Leiter Stefan Schütt zu verdanken, der sein umfangreiches Know-how als Hotel- und Wirtschaftsexperte ins Kolleg einbringt, würdigt Magaard das Engagement seines Geschäftsführer-Kollegen.

Wenn jetzt intern intensiv über Geldfragen nachgedacht wird, hat dies denn auch nichts mit einer Notlage zu tun: „Wir sind zum Glück nicht in der Situation, mit der Feuerwehr herumfahren zu müssen“, sagt Friedemann Magaard. Vielmehr geht es darum, das Prinzip der Nachhaltigkeit auch auf die Absicherung der Breklumer Einrichtung anzuwenden. Um das Ensemble mit seinen sieben Gebäuden sanieren und für die Zukunft erhalten zu können, ist ein Finanzierungskonzept erarbeitet worden. Insgesamt zwei Millionen Euro extra müssten die jetzigen und möglichst viele neue Gesellschafter dafür in den nächsten zehn Jahren schultern. Die Mittel sollen allerdings nicht für den laufenden Betrieb eingesetzt werden, sondern vor allem in eine Baurücklage fließen.

„Wir veranstalten in unserem Haus die Tage der Utopie und nun geht es hier um die reale Zukunftssicherung“, sagt Magaard. Ganz im Sinne des Bildungszentrums für nachhaltige Entwicklung gehe es darum, handlungsfähig zu bleiben.

Die gemeinnützige CJK-Gesellschaft mit ihren 35 Mitarbeitern (20 Vollzeitstellen) hat zurzeit ein Finanzvolumen von 1,3 Millionen Euro. Wie andere Bildungseinrichtungen auch – „Bildung kostet Geld“ (Magaard) –, arbeitet sie defizitär, da Investitionen wie für die Gebäude-Unterhaltung über den laufenden Betrieb finanziert werden müssen. Positive Ergebnisse wären ohne gravierende Abstriche an der hohen Qualität zu fairen Preisen nicht möglich – mit allen negativen Folgen. Aber, so Magaard: „Wer die Gebäude nicht sichert, der gefährdet die Zukunft des Hauses.“ Und das will niemand: Der Erhalt des Christian-Jensen-Kollegs ist auch nach Überzeugung des nordfriesischen Kirchenkreisrates „von existenzieller Bedeutung“ – sowohl für den Campus in Breklum als auch für den Kirchenkreis NF.

Die Nordkirche hat denn auch bereits eine anteilige Bezuschussung zugesagt. Um Unterstützung der anderen Gesellschafter wird geworben. Sie befassen sich am 12. Juli mit einer jährlichen Umlage, die von 2017 an greifen soll. „Wenn wir das schaffen, ist es für uns ein großer Schritt“, hofft Magaard, dass bis Dezember alles in trockenen Tüchern ist. „Dann hätten wir eine solide Basis bis 2026 – das ist fast schon Science-Fiction.“

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