zur Navigation springen

Husumer Nachrichten

31. Mai 2016 | 12:03 Uhr

Jahreswechsel auf den Inseln : Ansturm von Gästen und Glücksbringern

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Hochbetrieb herrschte zum Jahreswechsel auf den nordfriesischen Inseln: Die Wyker Dampfschiffs-Reederei beförderte an den Hauptverkehrstagen 2800 Autos nach Föhr und 1047 nach Amrum.

Die Inseln Föhr und Amrum waren zum Jahreswechsel beliebtes Ziel von Kurzurlauben aus nahezu allen deutschen Bundesländern. Hauptanreisetage waren der zweite und dritte Feiertag – und das trotz wenig gastfreundlichen Wetters, das am 26. Dezember für rekordverdächtige Regenmengen sorgte.

Die Wyker Dampfschiffsreederei (WDR) beförderte an den Hauptverkehrstagen 2800 Kraftfahrzeuge nach Föhr und 1047 nach Amrum. Für den 26. und 27. Dezember meldete die WDR-Dispo allein 45 Abfahrten nach Föhr und Amrum.

Während die Weihnachtstage wegen ungünstigen Windes mit hohen Wasserständen in den Gewässern binnendeichs ausklangen, drehte der Wind danach auf östliche Richtungen, so dass es bei ablandigem Wind zu teilweisen Behinderungen des Fährverkehrs kam. Am 29. Dezember fielen zwei Verbindungen aus. Zum Jahreswechsel normalisierte sich das Wetter, wenngleich es Silvester regnerisch und ungemütlich kalt war. Spätestens am Sonnabend, 2. Januar, soll der Wind wieder auffrischen – aus Richtung Osten.

Die Stadt Wyk auf Föhr hatte Silvester zum mittlerweile siebten Mal Besuch von den nordfriesischen Schornsteinfegern. Mit von der Partie waren die Trommler von der Flensburger Sambaschule „Policia do Samba“ unter Führung von Tim Kliem. Er und seine Percussionsband begleiteten die Glücksbringer zum zweiten Mal auf die Insel, wo es den Sandwall „rauf und runter“ ging. Schornsteinfeger und Trommler wurden für ihre Goodwill-Aktion gesponsert: Die WDR gewährte ihnen eine freie Passage und die Insel-Touristik spendierte den Gästen einen Imbiss.

Das Gastspiel der Schornsteinfeger und Trommler war verbunden mit einer Spendensammlung für den Förderverein Stationäres Hospiz Nordfriesland, für den bisher 22.500 Euro gesammelt wurden. Silvester 2014 kamen mehr als 5000 Euro zusammen. Ein flüchtiger Blick in die Sammelbüchse lässt für die Aktion 2015 einen ähnlich hohen Betrag erwarten. „Sie haben schon auf uns gewartet“, verriet Schornsteinfegermeister Hauke Petersen, der den Inseltrip zusammen mit seinem Kollegen Matthias Rugullis organisierte.

Die „schwarzweiße Equipe“ zählte dieses Mal 27 Mitglieder plus einem kleinen Anhang. Unterwegs auf der Wyker Flaniermeile wurden kleine Glücksbringer in Form von Schornsteinfegern verteilt. Gegen Mittag wurden Hufeisen (amerikanisch) versteigert. Wer spendete, bekam als Quittung eine schwarze Nase. Alles gesammelte Geld wird im neuen Jahr an den Förderverein weitergegeben, der unheilbar kranken, sterbenden und trauernden Menschen zur Seite steht und sie in schicksalhaft schweren Stunden begleitet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen