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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 21:29 Uhr

St. Peter-Ording : Am Strand darf keine Drohne fliegen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nur mit Ausnahmegenehmigung sollen die Geräte in St. Peter-Ording eingesetzt werden. Die Nationalpark-Verwaltung muss informiert werden.

„Was Sie bewegt“ das wollte die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording (TZ) in der jüngsten Veranstaltung von „TZ im Dialog“ von den Bürgern wissen. Und bekam auch prompt eine Antwort: Der Einsatz von Drohnen über Privatgrundstücken oder generell im Badeort stört viele. Geschildert wurden Vorfälle über Gärten als auch über der Seebrücke, bei denen Drohnen in niedriger Höhe über den Köpfen dröhnten. „Dieses Thema beschäftigt uns sehr“, erklärte dazu die stellvertretende Tourismusdirektorin Constanze Höfinghoff. Über offizielle Film- und Fotoaufnahmen am Strand müssen immer die TZ, die Amtsverwaltung Eiderstedt und die Nationalparkverwaltung (NPV) informiert werden, in bestimmten Fällen ist eine Genehmigung erforderlich. Der Einsatz von Drohnen ist am Strand grundsätzlich nicht erlaubt, sondern nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich, die zeitlich befristet werde. Beim Problem mit kleineren Drohnen solle man die Polizei informieren. Mit ihr arbeiteten Ordnungsamt, TZ und NPV zusammen. Doch waren die Drohnen nicht das einzige Thema des Abends. Es ging generell um die Polizeiarbeit im Ort, besonders vor dem Hintergrund zahlreicher Einbrüche in diesem Jahr. Frank Dittelbach, Leiter der Polizeistation, erläuterte die Struktur seiner Dienststelle. Sieben Beamte arbeiten dort normalerweise, in der Saison kommen drei Kräfte hinzu. Zur Tagespräsenz von 7 bis 19 Uhr gehören zwei Streifen – jeweils zu zweit – sowie eine vom Polizeirevier Husum, zu dem Eiderstedt gehört. Die Nachtpräsenz wird gemeinsam mit Garding und Tönning von einer Streife ab 19 Uhr abends bis zum nächsten Morgen übernommen. Seit zwei Jahren gibt es für die Öffentlichkeit zweistündige Sprechzeiten am Mittwochvormittag und am Donnerstagnachmittag. Im ländlichen Dienst passiere alles, nur nicht so oft wie in einer Stadt, und dann kämen in St. Peter-Ording noch Veranstaltungen mit besonderen Anforderungen hinzu, wie der Kite-Surf World Cup, so Dittelbach. „Wenn dessen Fehlen auch von manchen bedauert wird, für den Polizeidienst bedeutet das eine Erleichterung.“

Martin Schmidt, Leiter des Bezirksdienstes beim Polizeirevier Husum, gab dann Tipps zur Prävention von Einbrüchen. Er monierte dass beim Neubau eines Hauses zu wenig auf einen entsprechenden Schutz geachtet würde. „Die Haustür ist gesichert, aber dann?“ Doch je länger Einbrecher arbeiten müssten, desto größer sei das Entdeckungsrisiko. Bei Einbruchsverdacht sei umgehend 110 zu rufen, denn nur dann können die Zusatzstreifen im Revier in Marsch gesetzt werden.



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