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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 15:21 Uhr

St. Peter-Ording : Alles auf einem Podest

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am Ordinger Strand soll ein neuer Pfahlbau für Strandaufsicht und Sanitäranlagen gebaut werden. Voraussichtlicher Baubeginn: Frühjahr 2017.

Jeden Sommer bilden sich lange Schlangen vor dem Toilettengebäude am Ordinger Strand. Dieser Strandabschnitt in St. Peter-Ording ist mit Abstand der am meisten frequentierte mit den entsprechenden Nebenwirkungen. Da das Sanitärgebäude schon mehr als 30 Jahre alt ist und auch die Nordsee immer näher rückt, hat sich die Gemeinde entschlossen, einen Neubau zu errichten. Er soll 150 Meter vom jetzigen Standort Richtung Deich stehen.

Wie dieses Multifunktionsgebäude aussehen könnte, stellte Oliver Jensen vom Architekturbüro Limbrecht & Jensen aus Niebüll in der jüngsten Sitzung des Tourismus-Ausschusses vor. Es wird sich in Aussehen und Dachneigung von den jetzigen Pfahlbauten unterscheiden, was Hans Halket Kraus (SPD) kritisierte. Auf dem Podest sind zwei Einzelgebäude geplant. Im vorderen Bereich werden die Wasserrettung, der Erste-Hilfe-Raum, ein Aufenthalts- und ein Technikraum sowie dahinter das Büro der Strandkorbvermietung und ein Ausstellungsraum der Schutzstation Wattenmeer untergebracht sein. Das hintere Gebäude ist komplett für Toiletten vorgesehen. Die gute Nachricht für alle Gäste: Die Zahl wird verdoppelt. Ein weiterer Vorteil: Der Pfahlbau ist nach Osten erweiterbar, es können also noch weitere Toiletten eingerichtet werden.

Und auch an Menschen mit Gehbehinderung oder solche mit Höhenangst wurde gedacht: Auf etwa halber Höhe des Pfahlbaus an der Nordostecke wird ein Podest mit behindertengerechtem WC angebracht. Außerdem werden dort drei Ladestationen für die Strandrollstühle zu finden sein.

Zur Verbesserung der Haltbarkeit werden im Boden keine Holz-, sondern Betonpfähle versenkt. Für die oberirdische Konstruktion steht Lärchenholz zur Diskussion. Bongossi sei zwar langlebiger, aber teurer, so Nils Koch, technischer Leiter der Tourismus-Zentrale (TZ). Die genauen Kosten stehen noch nicht fest. Die TZ geht von 1,2 Millionen Euro aus, eine 60-prozentige Förderung ist möglich. Wenn die Planung glatt läuft, könnte im Frühjahr 2017 mit dem Bau begonnen werden. Als Einweihungstermin ist das Frühjahr 2018 angepeilt.

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erstellt am 01.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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