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Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 21:45 Uhr

Öffentlicher Appell : Abschied vom „wahrhaften“ Zuhause

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Beim Appell auf dem Husumer Marktplatz verabschiedete sich Bernd Stöckmann als Kommodore des Flugabwehrraketengeschwaders. Seine Nachfolge tritt Oberst Arnt Kuebertan.

Es war die herzliche Verabschiedung eines Kommodores, gleichzeitig aber auch eine Feier der Verbundenheit zwischen der Stadt Husum und ihrer Bundeswehr: Zahlreiche geladene Gäste, aber auch viele Husumer Bürger besuchten die Kommandoübergabe des Flugabwehrraketengeschwaders 1 auf dem Husumer Marktplatz.

Nach zweieinhalb Jahren Dienstzeit in Husum arbeitet der scheidende Kommodore Bernd Stöckmann nun im Verteidigungsministerium in Bonn. In seiner Rede bedankte er sich bei seinen Mitarbeitern für deren „hervorragende Arbeit“ und bei den Husumern, die den Soldaten „wahrhaft ein Zuhause bieten“. Er habe sich in seinen über 30 Jahren bei den Streitkräften nirgends so wohl gefühlt wie in Husum, erklärte der Oberst: „Ich kann jetzt besser verstehen, warum viele Soldaten eher auf Förderung verzichten, als diesen Standort zu verlassen.“

Auch Brigadegeneral Michael Gschoßmann dankte den Husumern für ihre Aufgeschlossenheit. Vor allem aber hob der Kommandeur Bodengebundene Verbände die Verdienste von Stöckmann hervor, der seiner Truppe durch geradlinige Führung „Gestaltung und Gesicht“ verliehen habe.

Beim anschließenden Empfang im Husumer Rathaus stellte Bürgermeister Uwe Schmitz dem „Mensch Kommodore“ das Zeugnis aus, ein feiner Kerl zu sein, den Husum sicherlich vermissen werde.

„Der Kommodore – das hört sich schon besonders an, daran muss ich mich noch gewöhnen“, erklärte Oberst Arnt Kuebert, der als Stöckmanns Nachfolger aus dem Nato-Hauptquartier in Brüssel in die Storm-Stadt kommt. Der Familienvater zeigte sich beeindruckt vom Appell auf dem Marktplatz – „das erste Mal, dass ich an so etwas im öffentlichen Raum teilnehme“ – und vom Stehvermögen der teils sehr jungen Mitglieder des Rödemisser Spielmannszugs, die die Kommandoübergabe musikalisch begleiteten und bewiesen, dass auch Zivilisten ausdauernd stramm stehen können, wenn sie es denn müssen.

Er freue sich, jetzt in Husum zu arbeiten, sagte Kuebert und hob die Bedeutung seines neuen Geschwaders hervor: Die klassische Luftverteidigung rücke sicherheitspolitisch wieder verstärkt in den Fokus. Er habe fest vor, „dieses Kerngeschäft weiter zu verfestigen und auszubauen“.

 

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erstellt am 24.Sep.2016 | 08:00 Uhr

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