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Husumer Nachrichten

09. Dezember 2016 | 01:03 Uhr

Nordfriesland : 13,5 Millionen Euro für das Straßennetz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

43 Kilometer des nordfriesischen Straßennetzes und einige Brücken werden in Schuss gebracht. Bund, Land und Kreis investieren dafür rund 13,5 Millionen Euro. Der B5-Ausbau gehört nicht zu den diesjährigen Bauvorhaben.

Die gute Nachricht zuerst: Bund, Land und Kreis investieren in diesem Jahr rund 13,5 Millionen Euro in die Erhaltung, Instandsetzung und Sanierung von Straßen und Brücken im Kreis Nordfriesland. Die schlechte: Der Ausbau der Bundesstraße 5 zählt nach wie vor nicht dazu. Immerhin aber sollen bis zum Spätherbst insgesamt rund 43 Kilometer des nordfriesischen Straßennetzes in Schuss gebracht werden. Diese Größenordnung nannten Verkehrsminister Reinhard Meyer und der stellvertretende Leiter der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, Heiko Tessenow, bei ihrem Besuch in der Straßenmeisterei Bredstedt.

Zum Arbeitsprogramm gehören neben einer Reihe anderer Vorhaben so wichtige Projekte wie die laufende Sanierung der Sylter L 24, die laut Tessenow zwischen Rantum und Westerland rechtzeitig zur Sommersaison abgeschlossen sein soll. Hinzukommen Decken-Erneuerungen auf der B 200 zwischen Husum und Viöl sowie im Bereich des Flugplatzes Husum-Schwesing, der dringend nötige Umbau der Ortsdurchfahrt Schwabstedt im Zuge der Kreisstraße 135 oder des ersten Abschnitts der K6 in St. Peter-Ording.

Das Land hat seine Mittel für Landesstraßen laut Meyer in den vergangenen fünf Jahren auf fast 36 Millionen Euro verdreifacht, nachdem 25 Jahre lang zu wenig in die Infrastruktur investiert worden sei. Mit der Botschaft „Es wird besser. Jede Baustelle zeigt, es geht voran“, warb er gestern denn auch um Verständnis für zwangsläufig entstehende Beeinträchtigungen während der Bauphase. „Unsere Investitionen in die Infrastruktur verbessern die Rahmenbedingungen der Wirtschaft und die Mobilität der Berufspendler und Gäste.“

Nach Gesprächen mit dem Leiter Olaf Stadel und Mitarbeiter-Vertretern der Straßenmeisterei bekundete Minister Meyer (SPD): „Nach Jahren des Stellenabbaus ist eine Grenze erreicht. Wenn wir so weitermachen, werden wir nicht in der Lage sein, das umsetzen zu können, was die Bürger von uns erwarten.“

Geduld ist nach wie vor gefragt in punkto dreistreifiger B5-Ausbau zwischen Tönning und Husum, wo das Planfeststellungsverfahren für den ersten von vier Abschnitten in Kürze anläuft, und in Sachen B5-Neubau als Ortsumgehung zwischen Hattstedt und Bredstedt. „Wir sind guter Dinge, etwas tun zu können, was den weiteren Fortgang angeht“, sagte Meyer auf Nachfrage. Im Klartext: Auch er hofft, dass mit dem Bau des nördlichen Abschnitts relativ zeitnah begonnen werden kann. Demgegenüber erwartet Meyer, dass der Streit mit der AG Jelstrom um den Trassenverlauf bei Hattstedt voraussichtlich erst gerichtlich zu klären sein wird. Nach sehr vielen Gesprächen zeichne sich keine andere Lösung ab: „Das ist ein bisschen frustrierend, aber es ist so.“

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erstellt am 27.Mai.2016 | 12:30 Uhr

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