zur Navigation springen

Feuerwehr als Vorbild : 125 Jahre im Einsatz für den Nächsten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Freiwillige Feuerwehr Ahrenviöl feierte ihr 125-jähriges Bestehen. Mit Eimern und Patschen fing alles an. Heute ist die Wehr bestens ausgerüstet. Kreispräsident Heinz Maurus stellte fest, dass die Wehr Dreh- und Angelpunkt im dörflichen Gemeindeleben ist.

Mit einem interessanten Programm feierte die Freiwillige Feuerwehr Ahrenviöl ihr 125-jähriges Bestehen. Neben Kreispräsident Heinz Maurus und Kreisbrandmeister Christian Albertsen sowie Amtswehrführer Rolf Schadwald besuchte auch Landesbrandmeister Detlef Radtke die Jubiläumsfeier in der Maschinenhalle der Gemeinde. „Vor 125 Jahre hatten sich beherzte Männer angesichts der vielen Brände dazu entschlossen, eine Feuerwehr ins Leben zu rufen“, so Wehrführer Sönke Johannsen in seiner Begrüßung. Damals habe man mit Eimer und Feuerpatsche das Feuer bekämpft, was heute unvorstellbar sei.

„In den Weltkriegen sind viele unserer Kameraden gefallen.“ Sie dürfe man nie vergessen. Nur durch ihren Pioniereinsatz sei die Feuerwehr entstanden. Mit der Zeit sei die Wehr immer besser ausgerüstet worden. Von der mechanischen Handpumpe bis hin zum ersten Feuerwehrfahrzeug vergingen jedoch Jahrzehnte. Heute sei die Ortsfeuerwehr bestens ausgestattet. Mussten damals die Feuerwehrleute für ihre Bekleidung noch selbst aufkommen, so hat dies heute längst die Gemeinde übernommen.

Bürgermeisterin Edith Carstensen lobte die ehrenamtliche Einsatzbereitschaft der Männer und Frauen. „Ihr seid jederzeit bereit, Mensch und Tier sowie Hab und Gut zu schützen.“ Dem schloss sich auch der Landesbrandmeister Detlef Radtke an. Dies sei ein besonderer Tag sowohl für die Feuerwehr als auch für die Bürger von Ahrenviöl. „Wir müssen dieses System erhalten und alles dafür tun, dass auch junge Menschen sich diesem lebensrettendem Ehrenamt anschließen.“ Diese flächendeckende Hilfeleistung sei zwingend notwendig. Freilich hätten sich die Aufgaben drastisch verändert. Seien früher nur Brände gelöscht worden, so stünden die Einsatzkräfte heute vor viel größeren und gefährlicheren Herausforderungen. Heute hätten sie es mit Umweltgefahren und Windkraft- sowie Photovoltaikanlagen zu tun, so Kreispräsident Heinz Maurus. Die Feuerwehr erfülle aber noch ganz andere Aufgaben. „Die Feuerwehr ist Dreh- und Angelpunkt im dörflichen Gemeindeleben.“ Bei Dorffesten, Reinigungsarbeiten oder Kinderfesten sei sie immer zur Stelle und trage zur Gemeinschaftspflege bei. Dabei hob Maurus insbesondere die vorbildliche Kameradschaft hervor. „Hier müssen aber auch die Partner und Ehefrauen genannt werden, die ihre Männer und Frauen immer wieder ziehen lassen und diese Arbeit im Hintergrund massiv unterstützen.“

Großes Lob erhielt die Bürgermeisterin von Kreisbrandmeister Christian Albertsen. Sie habe sich energisch und mit vollem Einsatz für die Feuerwehr eingesetzt. „Wie eine Löwin hat sie für die Feuerwehr gekämpft, was sich am Ende auch ausgezahlt hat.“ Das höchste Gut, das es zu schützen gelte, sei der Mensch, alles andere sei ersetzbar.

Am Ende stand der 91-jährige Willi Wohlert am Rednerpult und richtete einen Appell an die Feuerwehrleute. Die Kameradschaft und das unbedingte Miteinander sei das oberste Gebot. „Die Feuerwehr steht und fällt mit der Kameradschaft, darauf müsst ihr allergrößten Wert legen.“

Im Anschluss präsentierte sich die Jugendfeuerwehr Ahrenviöl-Immenstedt mit beeindruckenden Vorführungen. Die Personenrettung und das Bekämpfen von offenem Feuer wurde von den jungen Nachwuchskräften in beeindruckender Weise dargestellt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen