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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 03:12 Uhr

Wie ein Lottogewinn : 100 neue Arbeitsplätze in der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Seniorenzentrum Friedrichstadt öffnet im Februar 2017. Die Betreiber suchen neben Pflegekräften auch Mitarbeiter auch für die Wäscherei, die Küche und die Haustechnik. Es sollen 100 Arbeitsplätze entstehen.

Wenn alles weiter nach Plan läuft, dann wird das Seniorenzentrum in Friedrichstadt zum 1. Februar des nächsten Jahres seinen Betrieb aufnehmen, sagt Geschäftsführer Peter Hemmerling von der Stella Vitals GmbH, die deutschlandweit mittlerweile 17 Seniorenheime betreibt, darunter in Lunden, Viöl und Leck. Wenn es noch Probleme geben sollte, dann könnte der Termin auch auf den 1. März verschoben werden, doch Hemmerling ist optimistisch, den Februar halten zu können. Für Friedrichstadt ist das Zentrum wie ein Lottogewinn, denn rund 100 Arbeitsplätze, davon etwa die Hälfte Vollzeitjobs, entstehen in der Seniorenresidenz am Großen Garten.

Neben den reinen Pflegeberufen werden auch Haustechniker, Küchenpersonal und Hauswirtschafter gesucht. „Besonders auf die Küche legen wir Wert, wir kochen grundsätzlich in unseren Häusern selbst, lassen keine Speisen anliefern“, unterstreicht Hemmerling. Dabei können die jeweiligen Küchenchefs 20 Prozent ihres Etats vor Ort ausgeben, der Rest wird über den zentralen Einkauf geliefert. Auch, und darauf ist der Stella-Vitalis Chef besonders stolz, habe jedes Haus eine eigene Wäscherei. Die Vielfalt der Berufsfelder ist für eine Kleinstadt wie Friedrichstadt besonders interessant, zumal in dem Haus mit 90 Betten auch sechs Ausbildungsplätze geschaffen werden sollen. Dies sei die Regel bei den Häusern der Gruppe.

Das Leitungsteam, unterstreicht Hemmerling, sei bereits unter Vertrag, arbeitet seit Anfang April, obwohl der Bau noch nicht fertig sei. Das Team könne bei der Personalfindung mitwirken und sich in die Struktur der Gruppe einarbeiten. „Wir werben keine Mitarbeiter ab“, unterstreicht der Geschäftsführer, im Gegenteil, man lege Wert auf ein vernünftiges Miteinander mit der Konkurrenz. Sorgen, seine Mitarbeiter nicht finden zu können, hat Hemmerling nicht, denn man merke schon, dass Friedrichstadt in einer strukturschwachen Region liege. „Im Rheinland sieht das schon ganz anders aus“, sagt er. Wert legt er darauf festzustellen, dass sich im Berufsfeld der Pflege in den vergangenen Jahren viel getan habe. Heute könne man mit dem Gehalt durchaus eine Familie ernähren, was früher sicherlich nicht möglich gewesen sei. Dies sei auch der Grund, warum es immer mehr männliche Pflegekräfte gebe. Dabei betont Hemmerling, dass seit der Einführung der Fallpauschalen in den Krankenhäusern, immer mehr Krankenschwestern in den Pflegeberuf wechseln.

Dem heutigen Standard entsprechend, wird es in Friedrichstadt nur Einzelzimmer geben. Ehepaare würden,wenn möglich, Zimmer nebeneinander erhalten. „In all unseren Häusern wurde bislang nur einmal der Wunsch eines Paares an uns herangetragen, einen Durchbruch zu schaffen. Das Paar hat aus dem einen Raum ein Schlaf- und aus dem anderen Raum ein Wohnzimmer gemacht. Das ist möglich, aber bisher nur einmal gewünscht worden.“

Zur Eröffnung werde das Seniorenzentrum natürlich noch nicht alle 100 Arbeitsplätze vorhalten, denn diese werden wie die Bewohneranzahl kontinuierlich anwachsen. „Ich denke, dass wir mit bis zu zehn Senioren starten werden“, sagt Hemmerling, doch spätestens Ende 2017 sei vermutlich das Seniorenzentrum voll belegt. Zudem soll es auch noch bis zu zehn Kurzzeitpflegeplätze im Friedrichstädter Seniorenzentrum geben.

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erstellt am 22.Apr.2016 | 12:00 Uhr

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