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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2016 | 14:53 Uhr

Wasbek : Zwei Angler verursachten Feuer am See

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Polizei und Feuerwehr warnen bei dieser Witterung vor Funkenflug.

Wasbek | Zwei Männer im Alter von 20 und 26 Jahren haben am Sonntag am so genannten Trelleborgsee in Wasbek unbedacht gehandelt und dadurch einen Flächenbrand verursacht. Polizei und Feuerwehr warnen bei dem trockenen und windigen Wetter vor Feuer im Freien.

Das Feuer zwischen dem See und der Autobahn an der Industriestraße in Wasbek (der Courier berichtete) vernichtete rund 200 Quadratmeter Buschwerk und Wiese. Die Aukruger Polizei konnte zwei aus der Gegend stammende Männer ermitteln. Der 26-Jährige gab vor Ort zu, die Glut des mitgebrachten Grills auf die Wiese gekippt zu haben. Daraufhin habe sich das Gras entzündet. Und durch den starken Wind kam es dann schnell zur Ausbreitung des Feuers, das schließlich die Feuerwehren aus Neumünster und Wasbek auf den Plan rief. Die Anzeige der Polizei lautete nun auf fahrlässige Brandstiftung.

„Wie die Staatsanwaltschaft mit diesem Fall umgeht, bleibt offen. Aber für den Feuerwehreinsatz dürfte beim Verursacher eine saftige Rechnung eingehen“, erklärte der Pressesprecher der Polizei Neumünster, Sönke Hinrichs, auf Anfrage.

„Das war vorhersehbar und absolut nicht in Ordnung. Denn nach den warmen Tagen und dem stetigen Wind herrscht jetzt überall wieder akute Waldbrandgefahr“, erklärte Wasbeks Gemeindewehrführer Heinrich Kühl. Die Wasbeker Einsatzkräfte waren beim Eingang des Alarms um 14.01 Uhr gerade dabei, ihrem Publikum beim Tag der offenen Tür eine Personenrettung vorzuführen (der Courier berichtete).

Zurzeit sei es nicht ratsam, überhaupt im Freien Feuer zu entzünden oder auch nur eine Zigarettenkippe in die Gegend zu werfen. „Flächen, die für offenes Feuer genutzt werden, sollten in einem sicheren Umkreis vernässt werden und niemals unbeaufsichtigt sein. Sicherzustellen ist ebenfalls, insbesondere auch beim Grillen, dass die Glut beim Verlassen der Feuerstelle wirklich gänzlich abgelöscht wurde. Denn schon ein geringer Funkenflug reicht aus, um einen gefährlichen Brand zu entfachen“, erläuterte Kühl weiter.

Funkenflug ist auch die Ursache für einen Brand an einem Einfamilienhaus am Roschdohler Weg in Neumünster am Sonntag gewesen (der Courier berichtete). Hier hatte ersten Ermittlungen zufolge ein in einem Carport abgestellter, nicht ausgekühlter Grill für einen Sachschaden in Höhe von 40 000 Euro gesorgt. Denn zunächst stand der Unterstand in Flammen und durch den Übergriff des Feuers wurde anschließend auch der Dachstuhl des Wohnhauses erheblich beschädigt. 

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erstellt am 10.Mai.2016 | 12:00 Uhr

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