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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 05:34 Uhr

Ferienspass : Zeltlager des Carneval-Clubs wird immer beliebter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

120 Kinder und Jugendliche trafen sich an diesem Wochenende zu Spiel, Spaß und Lagerfeuerromantik auf der Anlage des Turn-und Sportvereins Einfeld.

Neumünster | Mit Freunden zusammen am Lagerfeuer unterm Sternenhimmel sitzen, im Zelt bis tief in die Nacht reden und sich am nächsten Tag bei Hitze wilde Wasserschlachten liefern: Das konnten am Wochenende 120 Kinder beim Zeltlager, das der Carneval-Club Stadtgarde (CCS) organisiert hatte.

„Wir sind absolut ausgebucht. Das Zeltlager ist so beliebt, dass sogar acht Kinder auf einer Warteliste standen“, berichtete Rüdiger Schmitt, zweiter Vorsitzender des CCS. An dem Zeltlager nehmen seit dem Beginn 2008 auch behinderte Kinder und Jugendliche teil, in diesem Jahr waren sechs Kinder vom Verein Lichtblick mit ihren Betreuern dabei.

Die neunte Veranstaltung fand zum ersten Mal nicht auf dem Gelände des Sportvereins Gut Heil Neumünster statt, sondern auf der Anlage des Turn-und Sportvereins Einfeld (TSE) am Roschdohler Weg. „Wir sind mit Gut Heil nicht im Streit auseinander gegangen, es passte einfach nicht mehr. Der TSE ist unser neuer Kooperationspartner, auch im nächsten Jahr. Die Anlage hier ist bestens geeignet, weil das Camp von den Veranstaltungsplätzen separiert ist und daher schön übersichtlich wird“, schilderte Rüdiger Schmitt.

Fußballspielen oder Kistenstapeln, Hip-Hop-Tanzen oder Holzflieger bauen – das Angebot war breit gefächert. „Wir stellen uns gezielt auf die Altersgruppen der Fünf- bis Fünfzehnjährigen ein“, sagte Schmidt.

Nach Alter und Geschlecht getrennt haben die Feriengäste von Freitag bis Sonntag in acht weißen Gemeinschaftszelten campiert, pro Zelt quartierten sich zwischen vier und fünfzehn Kinder ein. Frühstück, Mittag- und Abendessen gab es im großen Cateringzelt. „Wir achten auf die Ernährung und bieten den Kindern auch zwischen den Mahlzeiten Obst und Gemüse an, Süßigkeiten gibt es hier nicht, abgesehen von Eis“, erzählte Rüdiger Schmitt. Ehrenamtlich kümmerten sich fünfzehn Betreuer rund um die Uhr um ihre Gruppen, rund 25 weitere Ehrenamtler waren für den Auf- und Abbau und die Küche zuständig.

Für viele Kinder und Jugendliche gehört das Zeltlager, das immer am vorletzten Wochenende der Sommerferien stattfindet, schon fest dazu. Cindy (15) und Denise (14) sind beide Teilnehmer der ersten Stunde, seit 2008 haben sie kein Zeltlager ausgelassen.

„Die Atmosphäre ist klasse! Ich finde es toll, dass sich hier immer mehr Kinder einfinden“, stellte Cindy fest. Denise mag die Aktivitäten und die Gemeinschaft. „Die Nachtwanderung am Freitagabend fand ich am schönsten“, sagte sie begeistert. Denise verriet, dass sie noch bis tief in die Nacht im Zelt mit ihrer Freundin geredet hat. Beide wollen eine Jugendleiterausbildung machen und im nächsten Jahr als Betreuer dabei sein, denn als Teilnehmerinnen sind sie dann zu alt. „Wir arbeiten gerne mit Kindern“, begründeten sie einhellig.

Florian Heeschen (23) möchte das Zeltlager auch nicht missen und arbeitet seit sieben Jahren als Betreuer. „Das Lachen der Kinder ist es, was mich hält. Es ist erstaunlich, wie glücklich man die Kinder für 20 Euro Gebühr machen kann“, sagte er. Rüdiger Schmitt erklärte die niedrigen Beitragskosten mit vielen Sponsoren: „Dank der Sparkasse haben wir drei Zelte mehr in diesem Jahr.“

Das starke Gewitter, das in der Nacht zu Sonntag über weite Teile des Landes zog, konnte den Teilnehmern des Zeltlagers übrigens nichts anhaben. „Hier gab es nur ein paar Tropfen“, hieß es.

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