zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 06:11 Uhr

Plöner Strasse / Hanssenstrasse : Wohnpark für Senioren geplant

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Diakonie und Graf-Recke-Stiftung wollen 110 Wohneinheiten schaffen.

Neumünster | Für die rund 10  000 Quadratmeter große Brachfläche an der Ecke Plöner Straße  /  Hanssenstraße gibt es eine neue Projektidee. Nachdem sich zuletzt die Pläne für einen neuen Supermarkt zerschlagen hatten (der Courier berichtete), wollen nun die Diakonie Altholstein und die Graf-Recke-Stiftung, vertreten durch das Haus Berlin am Pestalozziweg, dort für mehr als 15 Millionen Euro das Wohnquartier Hanssenstraße für Senioren bauen. Die Kaufverhandlungen mit den Grundstückseigentümern seien auf einem „sehr guten Weg“, sagt Jürgen Büstrin, Geschäftsführer vom Haus Berlin.

Vorgesehen sind 110 Wohnungen, großteils als betreutes Wohnen, eine Hauswohngemeinschaft für Demenz-Kranke, eine Tagespflege für Senioren mit etwa 12 bis 16 Plätzen, ein Marktcafé als niedrigschwelliges Betreuungsangebot, eine Begegnungsstätte mit kultureller Ausrichtung sowie ein Quartiersmanagement. Die beiden gleichberechtigten Projekt-Partner bringen dabei jeweils ihre Stärken mit ein: das Haus Berlin im Bereich der stationären und die Diakonie im Bereich der ambulanten Pflege. „Wir wollen gemeinsam etwas Nachhaltiges für Neumünster schaffen und Brachenfeld-Ruthenberg weiterentwickeln“, erklärt Büstrin. Ziel sei es auch, Älteren durch neue Angebote die Möglichkeit zu geben, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu wohnen.

Grundlage für den Wohnpark sind die Ergebnisse der Altenplanung. Demnach werden bis 2030 alleine in dem Stadtteil mehr als 560 Personen älter als 65 Jahre sein. Im gesamten Stadtgebiet gehen die Experten von mehr als 2000 Menschen in dieser Altersgruppe aus.

Die Projektpläne liegen bereits detailliert vor. Sie sehen insgesamt zehn Häuser mit zwei bis drei Geschossen vor. Die Wohnungen sind in der überwiegenden Zahl 50 Quadratmeter groß. Zehn Wohnungen sind mit 60 Quadratmetern, sechs mit 75 Quadratmetern Größe geplant. Die 14 Wohnungen für Demenzkranke sollen jeweils 40 Quadratmeter haben. Für die Tagespflege sind 300 Quadratmeter Fläche vorgesehen, ebenso viel für die Gemeinschaftsräume. Schließlich gibt es 100 Quadratmeter für Büros.

Hiervon bekommt auch der Quartiersmanager eines. Er soll, ähnlich wie im Vicelinviertel, vor allem die Lebensqualität im Stadtteil erhöhen, die Angebote für Ältere vernetzen und neue Strukturen aufbauen. Er könnte zudem Ansprechpartner für Kirchengemeinden, Wohnungsanbieter, Vereine und Verbände und das Friedrich-Ebert-Krankenhaus werden.

Brachenfeld-Ruthenbergs Stadtteilvorsteher Uwe Holtz befürwortet das Projekt. „Das wertet das Quartier wirklich auf. So etwas hat uns hier auch noch gefehlt“, sagt er. Sollten die Kaufverhandlungen für das Grundstück erfolgreich abgeschlossen werden, soll das Projekt auf der kommenden Stadtteilbeiratssitzung vorgestellt werden.

In der nächsten Woche gehen die Kaufverhandlungen in die nächste Runde. „Wir sind mehr als optimistisch, dass wir 2017 mit dem Bau anfangen können“, sagt Jürgen Büstrin.

Das Angebot im Haus Berlin soll auch nach dem
Bau des Wohnquartiers Hanssenstraße in jedem Fall erhalten bleiben. Allerdings könnte sich die Ausrichtung der Einrichtung durch die neue Pflegegesetzgebung ändern, so Büstrin. Wie, das stehe aber noch nicht abschließend fest.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 24.Nov.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen