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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 20:29 Uhr

Unternehmensverband : Wirtschaft ist weiterhin auf Wachstumskurs

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Unternehmensverband Mittelholstein stellte Sommerkonjunkturumfrage vor

Neumünster | In der Brust von Jens van der Walle, dem Vorsitzenden des Unternehmensverbands Mittelholstein, schlagen zwei Herzen: Während die Firmen im Wirtschaftsraum Rendsburg mehr als verhalten investieren, ist das in Neumünster ganz anders. Hier wird kräftig in die Zukunft investiert.

„Neumünsters Wirtschaft blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück und befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs“, lautete sein Fazit der Sommerkonjunkturumfrage, an der sich 127 von 220 UVM-Mitgliedsunternehmen beteiligten. Neuer Rekord. Rekordverdächtig sind auch die Ergebnisse der Umfrage. Seien es nun das Umsatzvolumen, der Auftragseingang, die Entwicklung der Verkaufspreise oder die Investitionsbereitschaft – alle Konjunkturindikatoren zeigen sich klar im Aufwind. „Insbesondere in der Gesundheits- und Pflegebranche ist man geneigt, von einem Boom zu sprechen“, sagte van der Walle.

Das zeige sich auch am Arbeitsmarkt mit den besten Daten seit 23 Jahren. Eine Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent in einem Juni sei ein tolles Ergebnis, bislang seien schon 14 Prozent mehr Arbeitsstellen gemeldet worden als im Vorjahreszeitraum. Das schlechte Abschneiden im Prognos-Zukunftsatlas, wo Neumünster um 49 Plätze auf Rang 356 von 402 abrutschte, konnte van der Walle daher nicht nachvollziehen.

Etwas Wasser in den Wein goss van der Walles Stellvertreter Ulf Michel. Trotz gestiegener Steuereinnahmen sehe es so aus, als könne die Stadt das Jahr nicht mit einem ausgeglichenen Haushalt abschließen. Durch neue Stellen und den Nachtragshaushalt werde das Defizit auf 13 Millionen Euro erhöht, die kaum an anderer Stelle einzusparen seien.

Michel fragte kritisch, ob der neue Bau- und Vergabeausschuss wirklich eine neue Verwaltungskraft zur Betreuung erfordere. Auch hätte man prüfen müssen, ob das zentrale Forderungsmanagement der Stadt nicht kostengünstig an externe Spezialisten hätte vergeben werden können. Michel: „Die Politiker wissen doch aus den mühsamen Konsolidierungsanstrengungen vor 2012, dass Personalaufbau wesentlich einfacher ist als der spätere Abbau.“ Sparsamkeit mahnte Michel auch beim Jugend- und Kulturzentrum an der Anscharstraße an, dessen „Umbaukosten von 2,1 Millionen Euro mal kurz um eine Million erhöht werden sollen“.

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erstellt am 16.Jul.2016 | 09:00 Uhr

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