zur Navigation springen

Stadtbaurat vorgestellt : „Wir werden aus den Fehlern lernen“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Thorsten Kubiak erlebte einen „Warmstart“ / Er sieht für Neumünster viel Potenzial

Neumünster | Die Koordination in der Verwaltung soll besser werden, die Bauverwaltung schneller und effizienter arbeiten. Das hat Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras gestern bei der offiziellen Vorstellung des neuen Stadtbaurats Thorsten Kubiak (50) versprochen. Der Diplom-Ingenieur aus Helmstedt präsentierte einen Projektplan für dieses und das kommende Jahr. Mehr als 20 Vorhaben sind dort verzeichnet – vom Konzept für den Einfelder See über das Kombiverkehrsterminal bis hin zur Entwicklung des Nahversorgungszentrums Wittorf und dem Vicelinviertel.

Langeweile hatte Kubiak ohnehin keine Sekunde: Gewerbepark Eichhof, Käsewerk im Industriegebiet Süd, die Baustelle Großflecken, das Tierheim, die Schleusau-Baustelle und fehlendes Personal fallen in den Zuständigkeitsbereich des Helmstedters. „Sie haben einen Warmstart erlebt“, erklärte Tauras.

Der OB legte auch das neue Organigramm der Stadt vor. Kubiak ist im sogenannten Sachgebiet IV nun verantwortlich für den Bürgerservice, die öffentliche Sicherheit und Ordnung, die Stadtentwicklung, die Gebäudewirtschaft, den Tiefbau und die Grünflächen sowie für den Fachdienst Umwelt und Bauaufsicht. Stadtrat Oliver Dörflinger konzentriert sich auf den Haushalt und die Finanzen, die Feuerwehr und das Technische Betriebszentrum. Schule, Kultur, Sport, Soziales und Gesundheit sind bei Stadtrat Carsten Hillgruber angesiedelt. Tauras selbst bleibt Chef der internen Steuerung.

„Neumünster ist eine Stadt mit vielen Projekten und mit Potenzial. Hier geht es voran“, sagte Kubiak. Ihm mache es Spaß, etwas zu bewegen. Dabei will er die Bürger und die Politik transparenter mit einbeziehen und den „direkten Kontakt“ suchen. Tauras erklärte, der Verwaltungsvorstand werde künftig „als Team“ arbeiten und verstärkt die „direkte Bürgerinformation“ suchen.

„Wir könnten und sollten eigentlich noch viel mehr bauen. Die Mittel sind da, aber es fehlt an Personal“, sagte der OB. Eigentlich müssten zwei Prozent der Straßen im Stadtgebiet jedes Jahr saniert werden, um in 50 Jahren alles erneuert zu haben. „Wir schaffen es aber gerade mal auf etwa ein Prozent.“ Auch mit Hochbau-Projekten, etwa an den Schulen, komme die Stadt nicht nach.

Die seit Jahren andauernde Baustelle an der Schleusau vor dem Museum Tuch + Technik ist jetzt Chefsache. „Sie wird im Frühling fertig und dann hoffentlich schnell Gras drüber wachsen“, sagte Tauras. Und Kubiak fügte hinzu: „Es haben alle Beteiligten Fehler gemacht. Aus unseren Fehlern werden wir lernen.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 10.Mär.2017 | 11:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen