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Holsteinischer Courier

25. Juli 2016 | 06:13 Uhr

Neues Quartier im Erlebniswald Trappenkamp : Wildschwein aus Mörel: Banana ist noch etwas schüchtern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Wildschwein, das sich in Mörel einer Rinderherde angeschlossen hatte, scheint unter seinesgleichen im Erlebniswald Freunde zu finden.

Daldorf | Das Wildschwein Banana hat im Erlebniswald Trappenkamp ein neues Zuhause gefunden. Keiler Heinrich und Bache Matilda leisten ihr Gesellschaft.

Mit ihrem Anschluss an eine Rinderherde bei Mörel hatte Wildschweinbache Banana landesweit für Aufsehen gesorgt. Offensichtlich familienlos, hatte sich die kleine Überläuferbache als Ersatz eine Rinderherde von Biolandwirt Dirk Reese als Gesellschaft gesucht. Da die Rinder in den Stall sollten, versuchte Wildschweinbetreuer Marcel Zickermann aus dem Erlebniswald Trappenkamp von den schleswig-holsteinischen Landesforsten die Bache einzufangen, um sie in ein neues Zuhause im Erlebniswald umzuquartieren. Beim zweiten Anlauf klappte die Aktion, und Banana konnte am 27. Dezember eingefangen werden und in ein zwei Hektar großes Gehege im Erlebniswald umziehen.

Fest im Griff: „Schweineflüsterer“ Marcel Zickermann hält die protestierende „Banana“ fest, während das Fangteam auf den Anhänger wartet.
Fest im Griff: „Schweineflüsterer“ Marcel Zickermann hält die protestierende „Banana“ fest, während das Fangteam auf den Anhänger wartet. Foto: Kühl

Hier hat die kleine Bache jetzt artgerechten Anschluss an zwei andere Borstenträger gefunden. „Mit Keiler Heinrich und Bache Matilda darf sich Banana jetzt an den gefütterten Eicheln, Bucheckern, Mais, Hafer und Weizen gütlich tun und sich in die kleine Patchworkfamilie einleben“, erklärte Wildbetreuer Marcel Zickermann. Die drei kleinen Schweine sind alle sogenannte Überläufer. So bezeichnet man in der Jägersprache das Schwarzwild beiderlei Geschlechts im zweiten Lebensjahr. Heinrich ist im Gatter geboren. Matilda kam im Oktober in das Extragatter, das direkt an das große Waldrevier der freilaufenden Wildschweine im Erlebniswald angrenzt.

Noch vor ein paar Wochen sprang Banana glücklich auf einer Wiese in Mörel zwischen Rindern herum.
Noch vor ein paar Wochen sprang Banana glücklich auf einer Wiese in Mörel zwischen Rindern herum. Foto: Markus Scholz

Noch sind Heinrich und Matilda die ersten an der Futterstelle. Das Klappern von Zickermanns Futtereimer kennen die Schweine genau. „Auch wenn Banana sich noch etwas schüchtern zeigt, sieht es ganz so aus, als wenn die Familienanbandelung funktioniert“, sagte Zickermann. Anders als bei der großen freilebenden Rotte dürfen die drei kleinen Gatterschweine etwas mehr Kontakt bekommen. „Zwar sind auch die Wildschweine der großen Rotte durch die Schaufütterung auf der großen Ackerfläche an die Besucher im Erlebniswald gewöhnt, trotzdem sollen diese ihren Wildtiercharakter behalten“, erklärte Stephan Mense, Leiter des Erlebniswaldes Trappenkamp.

 

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erstellt am 21.Jan.2016 | 08:00 Uhr

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