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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 08:03 Uhr

Bordesholm : „Weg vom Computer, rein in den Wald“: Viertklässler erleben die Natur

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jugendwaldspiele finden im Bordesholmer Revier statt.

Bordesholm | Gestern tauschten etwa 130 Schüler ihren Klassenraum gegen den Wald und hatten die Natur als Lehrerin: In der Försterei Bordesholm fanden die sechsten Jugendwaldspiele statt. Sieben vierte Klassen der Lindenschule Bordesholm, der Landschule an der Eider und aus der Grundschule Langwedel entdeckten auf ihrer etwa drei Kilometer langen Rallye mit allen Sinnen die Lebendigkeit und Schönheit des Waldes.

Zum ersten Mal trafen sich die Viertklässler im Wald bei der Wildhofstraße und nicht im Brüggerholz, denn dort findet zurzeit die Holzernte statt. Veranstaltet wird das waldpädagogische Erlebnis von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten in Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. „Weg vom Computer, rein in den Wald“, fasste der Revierleiter Jörn Winter das Ziel der Spiele zusammen. „Kinder sind die Entscheidungsträger von morgen, deshalb ist es wichtig, dass sie Grundsätzliches vom Walderlebnis mitnehmen“, erklärte er. Dass Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, Laub zu Erde wird und Lärm und Müll in der Natur nichts zu suchen haben, lernten die Schüler während einer Führung. In kleinen Gruppen folgten sie Fachleuten wie zum Beispiel Forstwirt Jörg Gaetje. „Ich zeige den Kindern, wie sie Bäume anhand ihrer Blätter oder Nadeln bestimmen können und erkläre verschiedene Geräte wie eine Motorsäge oder einen Hohlspaten, mit denen wir im Wald arbeiten“, sagte er. „Die Nadeln der Fichte pieksen, die der Tanne nicht“, weiß jetzt Elina (9) aus Wattenbek. Sie hält sich gerne im Wald auf und war auch im Waldkindergarten. „Ich mag den Geruch nach Erde“, sagte sie. Ihrem Schulkollegen Tobias (9) haben es besonders die Frösche angetan, die längs der Tümpel herumsprangen. „Ich habe viele Frösche in die Hand genommen. Die sind ganz zart und gar nicht eklig. Ich bin nicht so häufig im Wald, möchte hier aber öfter spazieren gehen. Es riecht so gut nach Holz“, erklärte Tobias. Marcos (9) hatte ein ganz besonderes Erlebnis mit den kleinen Hüpfern: „Mir ist einer in ein Hosenbein gekrabbelt! Den habe ich vorsichtig heraus geschüttelt. Mir gefällt die Rallye, weil sich die Mitarbeiter so viel Zeit nehmen, um unsere Fragen zu beantworten.“

Die Lehrerin der Klasse 4b der Landschule an der Eider, Ute Cohrt, hatte ihre Schüler angemeldet: „Kinder brauchen die Beziehung zur Natur, um sie wertschätzen zu lernen. Manche Kinder sind selten im Wald, man merkt aber, dass sie es sehr genießen.“ Das Konzept der Waldspiele gefällt ihr: „Die Kinder lernen mit allen Sinnen und nehmen etwas mit von dem Erlebnis.“ 

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