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Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 11:37 Uhr

WC am See: Stadt darf weiterplanen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Behindertengerechter Ausbau der Sanitäranlagen darf nicht teurer als 210 00 Euro werden

Das hätte man auch früher haben können: Vor einem halben Jahr war es dem Bauausschuss noch erheblich zu teuer, jetzt will er doch bis zu 210 000 Euro für die Sanierung und den barrierefreien Umbau der drei Toilettenhäuschen am Einfelder See ausgeben – möglicherweise auch mehr, falls die Planer eine kostengünstige Möglichkeit finden, zumindest ein WC-Häuschen auch über den Winter „betriebsbereit“ zu halten.

Zum Sinneswandel bedurfte es kurioserweise offenbar erst eines neuen Vorschlags der Bauverwaltung, den die Selbstverwaltung am Donnerstagabend ebenso wie alle bisherigen Vorschläge durchfallen ließ.

Um das Thema endlich weiterzubringen, hatte Tiefbauchef Ralf-Joseph Schnittker die Variante ins Spiel gebracht, statt drei Sanierungen zunächst lieber auf einen Neubau am DLRG-Heim zu setzen. Der besondere Charme des Vorschlags: Winterfest und wärmegedämmt sollte das Häuschen auch gleich mit einer (mit Flüssiggas betriebenen) Heizung ausgestattet werden. Es wäre damit auch den Winter über benutzbar, der Neubau zudem in der Instandhaltung günstiger. Kostenpunkt: rund 172 000 Euro.

Die Idee stieß bei der CDU durchaus auf Gefallen, führte bei der SPD allerdings zu neuem Stirnrunzeln. Ratsfrau Franka Dannheiser zeigte sich „erstaunt“ über den Vorschlag: Habe man unlängst 210 000 Euro für die Sanierung von drei Häuschen noch für teuer gehalten, solle man jetzt für ein Häuschen zu 172 000 Euro den Finger heben. Für die SPD-Frau passte das nicht zusammen.

Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock und der Behindertenbeauftragte Hartmut Florian zeigten zwar ebenfalls Sympathie für die winterfeste Variante, drängten aber nach monatelanger Wartezeit vor allem auf eine baldige Lösung.

Letztlich setzte sich die SPD mit ihrem Vorschlag durch, die Sanierung weiter zu verfolgen. Die Kosten sollen auf 210 000 Euro gedeckelt bleiben.

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erstellt am 02.Jun.2016 | 22:10 Uhr

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