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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 12:02 Uhr

Was wird aus den Plänen? : Viele Bauprojekte liegen noch auf Eis

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Klosterbad, Lokschuppen, Stock-Guss oder das ehemalige AEG-Gelände: Es gibt noch einige Baustellen und Pläne, manches wird aber realisiert.

Neumünster | Neumünster    Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras betonte beim Besuch von Ministerpräsident Torsten Albig  am Dienstag: „Neumünster boomt. Überall werden Projekte umgesetzt.“  Der Courier schaute sich daraufhin einige der  Baustellen einmal genauer an und fragte nach. Fazit: Auf vielen Flächen passiert nach wie vor noch nichts, doch an manchen Stellen wird schon ordentlich gewerkelt:

 

> Ehemaliger Media-Markt und rückwärtige Bebauung Rendsburger Straße: An den Standort hinter dem Dänischen Bettenlager soll nach Auskunft von Bernd Heilmann von der Stadtplanung noch immer der Toom-Baumarkt aus Wittorf ziehen. Wann ist allerdings unklar. Gerüchte, wonach der Elektronik-Fachmarkt Saturn in das ehemalige Media-Markt-Gebäude  zieht,   kann Heilmann nicht bestätigen. 

> Ehemaliges Stock-Guss-Gelände: An der Rendsburger Straße  passiert derzeit nichts. Hier bevorzugt die Stadtplanung nach wie vor ein Gewerbegebiet „rund um das Auto“, zum Beispiel mit Tankstelle, Werkstatt und Autohaus. Eine reine Wohnbebauung sei „nicht unproblematisch“, sagt Bernd Heilmann.

>  Ehemaliges AEG-Gelände am Berliner Platz: Einige Monate lang hatte ein Makler-Unternehmen im Auftrag des Eigentümers General Electric (GE) das Grundstück mit seinen 22 500 Quadratmetern zum Verkauf angeboten. Im Mai schlug eine Unternehmensgruppe aus Itzehoe zu.  Die hat ihre Pläne aber noch immer nicht bekannt gegeben. Bernd Heilmann: „Wir erwarten einen ansprechenden Mix aus Wohnungen und Dienstleistungen, der das gesamte Quartier aufwertet.“

>  Reichshalle:  An der Altonaer Straße/ Ecke Propstenstraße wollen die Investoren ein Ärzte- und Geschäftshaus  bauen, warten aber noch auf die Baugenehmigung.

> Lokschuppen: Im Frühjahr hieß es, im Herbst soll es wieder einen regelmäßigen Museumsbetrieb geben. Mittlerweile ist der bisherige Vorsitzende des zuständigen Vereins Kulturlokschuppen, Dr. Holger Busche, zurückgetreten.  Sein Stellvertreter Peter Tadsen erklärt: „Sonnabends und sonntags sind immer Leute von uns vor Ort. Wer Lust hat, kann vorbeikommen.“ Momentan läuft die Sanierung der Gebäude. Der Antrag auf Wieder-Widmung des  Areals als Bahngelände  liegt im schleswig-holsteinischen Verkehrsministerium.   Mehrere Waggons, darunter auch zwei Speisewagen, stehen auf dem Gelände. Tadsen: „Wir sind auf einem guten Weg, aber es dauert halt alles länger als geplant.“ Für kommendes Jahr sind zwei Freiluft-Festivals geplant.

>  Klosterbad/Werkhalle:  Die Lindhorst-Gruppe aus Winsen an der Aller hat das ehemalige Klosterbad gekauft (der Courier berichtete).  „Wir planen weiterhin ein Alten- und Pflegeheim plus Wohnungen“, sagt Lindhorst-Geschäftsführer  Christian Möhrke auf Courier-Nachfrage. Der Investor möchte in Abstimmung mit der Stadt noch in diesem Jahr den Bauantrag stellen. Die Stadt überplant das rund einen Hektar große Gelände, zu dem nicht nur das frühere Klosterbad, sondern auch die Werkhalle des Museums Tuch+Technik gehört. Sie  möchte laut Bernd Heilmann   auch Elemente des ursprünglichen Schulgartens wieder aufleben lassen.

> Marie-Carstens-Straße: So heißt die Fortsetzung der Fritz-Klatt-Straße zur Wasbeker Straße hin. Das Neubaugebiet mit 44 Baugrundstücken wird gerade von der Firma Wolfsteller Projekt & Bau aus Itzehoe erschlossen. Die Grundstücke sind zum größten Teil schon verkauft, der Rest ist vorgemerkt.

> Uferstraße in Einfeld: Hier gibt es gleich zwei größere Bauprojekte. An der Uferstraße 9 baut Investor Michael Bock auf 3400 Quadratmetern den „Wohnpark am See“, eine Seniorenwohnanlage mit 52 behindertengerecht ausgestatteten Ein- und Zweizimmereinheiten für betreutes Wohnen. Heute wird hier das Richtfest gefeiert. 

Ein Stück weiter auf der ehemaligen Hofstelle Faß an der Uferstraße 11 zieht Unternehmer Ulf Michel  sein Projekt einer hochwertigen Wohnanlage mit acht seniorengerechten Mietwohnungen hoch. Das Richtfest ist auch noch in diesem Jahr geplant, und zwar am 21. Dezember.

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erstellt am 02.Dez.2016 | 08:00 Uhr

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