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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 18:47 Uhr

Eleven mit Feuereifer : Viel Applaus für kleine Tänzer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Ensemble der Ballettschule von Regina Jungclaus begeisterte mit der elften Gala „Die Kartenleserin“ im Theater in Itzehoe

„Die Aufführungen im Theater Itzehoe sind ein Highlight wie Urlaubmachen“, sagt Regina Jungclaus, die seit 1995 ihre Ballettschule in Neumünster leitet. 130 Tänzerinnen und ein Tänzer, die Jüngsten 4 Jahre, die Ältesten Ende 40, waren mindestens genauso aufgeregt wie ihre Familien im vollbesetzten Theater an beiden Veranstaltungstagen. Die meisten Gäste waren wie in jedem Jahr aus Neumünster angereist.

Im Sommer 2015 begann Regine Jungclaus bereits, an ihrer elften Aufführung „Die Kartenleserin“ zu schreiben, die Choreografien auszuarbeiten und das Programmheft zu gestalten. Im Februar ging es mit dem Einstudieren der Tänze los.

Zum Inhalt: Randolph (Sönke Reimer) und die Kartenleserin Kati (Elke Marx-Ziesmann) wohnen im selben Mietshaus. Kati wird auf Randolph aufmerksam, als er lärmend auf dem Dachboden etwas sucht. Allerdings will er Kati nicht verraten, was er sucht. Doch als Kartenleserin weiß sie längst Bescheid und hilft ihm bei der Suche. In dem Karton sind Erinnerungen an seine heimliche Liebe Bettina. Längst ist Kati in ihren Nachbarn verliebt, und trotzdem fährt sie mit ihm nach Frankreich, um seine Bettina zu finden. Letztlich erbt Randolph für den Karton Erinnerungen ein Haus – und als Kati sagt: „WIR haben ein Haus geerbt“, wird auch Randolph klar, wie wichtig Kati ihm geworden ist. Als Kartenleserin hatte sie das natürlich schon längst vorausgesehen. Die beiden Protagonisten sorgen dafür, dass alle 31 Tänze sinnvoll zusammengefügt werden, während die Eleven das Stück tänzerisch und spielerisch darstellen.

Eröffnet wurde die Gala mit dem Margarethe-Faust-Walzer von Charles Gounod. Als in den Tänzen Murmeln und Ameisen (Zirkusmusik von Roncalli) die kleinen „Mäuse“ auftraten, war das Publikum nicht mehr zu halten. Die Kleinen tanzten und spielten mit einer Unbefangenheit, in der auch das Ausschauhalten nach den Eltern und Zuwinken erlaubt waren.

Das Theaterstück wurde in Tänzen wie Paris, Tratsch im Treppenhaus, Amor, Putzkolonne und anderen aufgeführt. Auch Stepptänze fehlten nicht. In den Tänzen Tante-Emma-Laden (Udo Jürgens) und Flug nach Frankreich tanzte der einzige Junge Elias mit, der mit kräftigem Beifall bedacht wurde. Tabea (9), seit fünf Jahren dabei, wirkte im Tanz „Deutsche Botschaft 1“ im Schwarz-Rot-Gold-Kostüm mit. Die Musikauswahl war breit gefächert. Sie reichte von Julio Iglesias, Jupiter Jones, Wolfsheim und Icona Pop bis Mazurka aus Schwanensee (Tschaikowsky).

Dieses Mal wurden Kostüme gekauft, gespendet, aus dem Bestand genommen und von Josefine Bauer verfeinert. Für drei Tänze mussten neue Kostüme von Angela Lembke, Claudia Puck und Bianka Witt genäht werden. Natürlich fehlten auch die klassischen Tutus nicht, z.B. im Tanz „Spieluhr“. Regine Jungclaus hob niemanden hervor, auch nicht die Solotänzerinnen, denn das ganze Ensemble stand hier im Mittelpunkt.

Statt der vorgesehenen drei Stunden dauerte die Vorstellung gut dreieinhalb Stunden. Dem Publikum machte das allerdings nichts aus, was der tosende Applaus bewies.

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erstellt am 18.Okt.2016 | 17:46 Uhr

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