zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 03:03 Uhr

Kunstflecken : Viel Applaus für ein tolles Konzert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Profi-Musikerin Franca Leona Cornils spielte mit zwei Kollegen aus dem Orchester der Staatsoper Hamburg

Neumünster | Seit der Eröffnung des Kunstfleckens am Freitagabend geben sich die Künstler die Klinke in die Hand. Am Sonntagabend besuchte die in Neumünster aufgewachsene Musikerin Franca Leona Cornils (28) ihre alte Lernstätte und zeigte im Caspar-von-Saldern-Haus ihre musikalische Reife. Zusammen mit Christian Kunert am Fagott und Volker Krafft am Klavier gab die Querflötistin vor 100 Gästen ein viel gelobtes Konzert.

„Wir haben es uns auch zur Aufgabe gemacht, unser Programm mit Eigengewächsen aus Neumünster zu gestalten“, sagte Renate Werner vom Förderverein des Saldern-Hauses zu Beginn. Die talentierte Musikerin Franca Cornils war Stipendiatin der Dr.-Hans-Hoch-Stiftung, deren Gründer 1981 verstorben ist. Studiert hat sie in Hamburg und Stuttgart.

Den Konzertauftakt machten die Musiker mit Ludwig van Beethovens „Trio für Flöte, Fagott und Klavier“ in G-Dur, bei dem sofort die Professionalität von Künstlern zu merken war, die gewohnt sind, in großen Häusern zu spielen. Denn alle drei sind im Orchester der Staatsoper Hamburg engagiert. Perfekte Einsätze, richtige Lautstärke und ein vitales Zusammenspiel machten das Konzert zu einem schönen Erlebnis in einer nicht alltäglichen Besetzung. Die Stücke im Programm waren so ausgewählt, das alle drei Talente die Möglichkeit hatten, ihre Virtuosität zu zeigen. „Dass die Flöte ein virtuoses Instrument ist, weiß man. Aber was man alles auf einem Fagott machen kann, zeigt Christian Kunert. Er ist ein fantastischer Fagottist“, lobte Franca Cornils, bevor sie sich für Carl Maria Friedrich Ernst von Webers (1786 in Eutin-1826 London) „Andante et rondo hongrois“ zurück zog, um ihren männlichen Kollegen die Bühne zu überlassen.

Bei einem Stück des weniger bekannten Komponisten Paul Taffanel (1844-1908) wiederum hatten Pianist und Flötistin Raum zur Präsentation, denn ein Fagott hatte der Franzose in dem „Andante pastoral et scherzettino“ nicht vorgesehen. Nach der Pause standen unter anderem Werke von Weber und dem Tango-Komponisten Astor Piazzolla auf dem Programm.

Den beiden jungen Besucherinnen Louisa Wolf (17) und Singa Asmussen (17) gefielen am besten die Stücke, die im Trio gespielt wurden. Louisa hatte vor etwa sechs Jahren privat Klavierunterricht bei Franca Cornils und sagte: „Ich bin auch deswegen hier, um sie wieder zu sehen. Aber natürlich auch der Musik wegen, ich höre Klaviermusik immer noch sehr gerne, obwohl ich wegen der Schule keine Zeit mehr zum Spielen habe.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 06.Sep.2016 | 08:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen