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Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 15:28 Uhr

Urlaubsgrüsse : Verschicken Neumünsteraner noch Postkarten?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Über welches Medium lassen die Neumünsteraner Familie und Freunde an der Reise teilhaben? – Der Courier hörte sich in der Innenstadt um und bekam ein geteiltes Echo

Neumünster | Eine Whatsapp aus Dänemark, eine E-Mail aus den USA oder eine SMS aus Bayern: Viele Neumünsteraner sind verreist und schicken elektronische Urlaubsgrüße an die Daheimgebliebenen. Machte man sich früher noch die Mühe, eine schöne Postkarte zu kaufen, sie liebevoll auszufüllen und danach bei der Post für eine Briefmarke anzustehen, tippen heute viele nur noch kurz in den Computer oder ihr Handy. Doch wie beliebt ist das Ritual aus vergangenen Tagen heute noch? Der Courier hörte sich bei Passanten in der Stadt um.

,,Ich finde es lästig, Postkarten zu schreiben. Bei Whatsapp kann ich ohne großen Zeitaufwand Grüße verschicken“, sagt Lara Danker aus Ruthenberg. Mit dieser Meinung ist die 23-Jährige nicht alleine. Auch Rüdiger und Maren Hartung sagen: „Der Trend geht weg von der Postkarte. Wir verschicken aus dem Urlaub eine SMS oder rufen an.“

Trotzdem sei die Postkarte nicht wegzudenken und nach wie vor sehr beliebt, meint dagegen die dreifache Mutter Katharina Ziemus aus Boostedt: ,,Postkarten sind viel persönlicher als Grüße über das Handy. Wir schreiben selber welche und freuen uns über die 12 bis 15 Karten, die im Jahr ungefähr bei uns ankommen. Sogar aus Ägypten und Miami haben wir welche bekommen“, sagt sie. Florian Finnern schließt sich dieser Meinung an, obwohl er selber keine handgeschriebenen Karten bekommt. „Ich fände Postkarten zwar schöner, aber wer selbst nur bei Whatsapp Grüße verschickt, bekommt sie meist auch nur dort zurück. Nur ältere Menschen schreiben noch Karten“, meint er.

Die Freundinnen Emel Arac und Michelle Petersen haben verschiedene Meinungen zu dem Thema. Während Michelle Petersen aus der Gartenstadt aus jedem Urlaub Postkarten verschickt und regelmäßig welche bekommt, sagt Emel Arac aus der Innenstadt: „Eine Nachricht bei Whatsapp ist einfacher und ich kann noch eigene Bilder hinzufügen.“ Ihr ist vor allem eines wichtig: „Hauptsache, jemand denkt an mich. Über welchen Weg er mir das sagt, ist letztlich doch egal.“


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erstellt am 17.Aug.2016 | 09:00 Uhr

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