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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 19:14 Uhr

A7 bei Brokenlande : Verkehrschaos nach Lkw-Unfall

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Stadtgebiet ging zwischenzeitlich nichts mehr. Autofahrer hielten sich nicht an die Umleitungsempfehlung. Der Busfahrplan war außer Kraft.

Neumünster | Geduld und gute Nerven brauchten Autofahrer gestern in und rund um Neumünster. Nach einem folgenschweren Lkw-Unfall um 3 Uhr in der Früh auf der A7 bei Brokenlande staute sich der Verkehr nicht nur auf der Autobahn auf über zehn Kilometer in beide Richtungen. Auch auf der Südumgehung und im Stadtgebiet standen die Fahrzeuge dicht an dicht. Sehr viele Menschen kamen zu spät zur Arbeit.

Stark beeinträchtigt war der Busverkehr. „Von 14 bis etwa 18 Uhr mussten wir den Fahrplan außer Kraft setzen, weil einige Linien bis zu zwei Stunden Verspätung hatten und es kein Durchkommen gab“, erklärte SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt. Wo es ging, wurden die Haltestellen im Halbstundentakt statt alle 20 Minuten bedient.

Nach dem Unfall führte die offizielle Umleitung ab der Abfahrt Neumünster-Süd über die Südumgehung und die Altonaer Straße bis Großenaspe und umgekehrt. So wurde es auch im Rundfunk verbreitet. „Viele Autofahrer auf dem Weg nach Süden sind aber schon Neumünster-Nord oder -Mitte abgefahren und haben dann versucht, ihren eigenen Weg zu finden“, erklärte Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Die Folge: Auf dem Ring ging zeitweise nichts mehr. Auch auf der Kieler Straße sowie Christian- und Tungendorfer Straße rollte der Verkehr langsam, selbst Nebenstraßen wie die Schützenstraße waren überlastet.

Der Sattelzug-Fahrer aus Brandenburg (49) war in der Nacht in Richtung Dänemark unterwegs gewesen, als er offenbar einen Herzinfarkt erlitt. Der mit 20 Tonnen Flüssigzucker beladene Laster fuhr unkontrolliert über das Raststättengelände, durchbrach einen Zaun und kippte dann im Baustellenbereich über beide Fahrstreifen auf die Fahrerseite. Die Bergung des eingeklemmten Fahrers gestaltete sich schwierig. Er wurde vor Ort wiederbelebt, verstarb aber im Friedrich-Ebert-Krankenhaus. Die Aufräumarbeiten zogen sich über den gesamten Tag. Zunächst wurde der Flüssigzucker umgepumpt, dann das Fahrzeug aufgerichtet und die Mittelleitplanke wieder aufgebaut. Erst gegen 17.15 Uhr konnte die Fahrbahn in beide Richtungen wieder freigegeben werden.

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erstellt am 02.Jul.2016 | 07:00 Uhr

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