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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 00:57 Uhr

25 Kinder aus der Ukraine kommen : Umräumen für die Tschernobyl-Kinder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wegen Sanierungen an der Fröbelschule ziehen Kinder und Betreuer diesmal in die Gemeinschaftsschule.

Neumünster | Am kommenden Freitag, 29. Juli, ziehen 25 Tschernobyl-Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren mit ihren Betreuern in die Gemeinschaftsschule Faldera. Die Schule wurde kurzfristig als Ausweichquartier gewählt, weil die Fröbelschule, die in den vergangenen 24 Jahren genutzt wurde, aufgrund von Bauarbeiten nicht zur Verfügung steht (der Courier berichtete).

„Ich bin der Stadt außerordentlich dankbar, dass wir so schnell und unkompliziert diese Ausweichmöglichkeit gefunden haben“, sagte Eberhardine Seelig, die das Projekt vor 25 Jahren ins Leben gerufen hat und noch immer jedes Jahr mit viel Herzblut die Organisation und Gesamtleitung in die Hand nimmt.

Damit alles fertig ist, wenn die Kinder am Freitag kommen, wurde am Wochenende schon einiges hin- und hergeräumt. 16 Räume stehen zur Verfügung, die es für die jetzt benötigten Zwecke umzuräumen gilt. Garderoben, Schlafräume für Jungs und Mädchen, ein Isolierzimmer, falls mal ein Kind krank werden sollte und ein Medizinzimmer, etwa für die Blutuntersuchungen, werden gebraucht.

„Wir stehen vor der Herausforderung, dass die Klassenräume in der Gemeinschaftsschule mindestens doppelt so groß sind im Vergleich zur Fröbelschule. Somit steht dort auch viel mehr Möblierung, die nun zunächst weggeschafft oder umgeräumt werden muss“, beschrieb Helfer Werner Sjut. Die Tische wurden in die Mitte geschoben oder dienen den Kindern später als Nachttische.

„Wir haben Räume und Mobiliar farbig gekennzeichnet, damit wir hinterher alles wieder zuordnen können“, erzählten die Helfer. Die Doppelstockbetten werden zurzeit von Ehrenamtlichen der Regieeinheit zusammengebaut, bis sie am späten Montagnachmittag in der Schule aufgebaut werden. Dann müssen in der kommenden Woche sämtliche Betten bezogen werde.

Auch erste Kleiderspenden – Fundstücke aus dem Neumünsteraner Schwimmbad, die nie abgeholt wurden – kamen am Wochenende bereits säckeweise in die Schule. „Wir sortieren sie nach Jahreszeiten und Größen.“

Die meisten Helfer sind schon seit Jahren dabei: „In erster Linie ist es eine gute Sache. Und wir tun es nicht ganz uneigennützig, denn die Chemie im Team stimmt und es macht einfach Spaß, hier zu helfen“, sind sich Werner Sjut, Kirsten Fromme, Siegfried und Julja Rogge einig.

Wer ebenfalls seine Hilfe anbieten, Ausflüge mit den Kindern unternehmen oder sich als Fahrer zur Verfü-gung stellen möchte, kann sich bei Eberhardine Seelig melden: Tel. 0177 / 37 22 400.




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erstellt am 25.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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