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21. Dezember 2014 | 09:25 Uhr

Gegendemonstration : Um 17.35 Uhr war der NPD-Spuk vorbei

vom

Gerade einmal 13 NPD-Anhänger waren auf der Kundgebung gegen den Euro. Das parteiübergreifende Bündnis gegen Rechts zeigte erneut Flagge.

Neumünster | Das breite Bündnis aus diversen Gruppen und Parteien von der CDU bis zur Linken gegen die rechtsextreme NPD trägt auch weiterhin. Mit einer friedlichen Gegendemonstration und einem gellenden Pfeifkonzert protestierten gut 100 Neumünsteraner gegen der Auftritt der NPD. Die gerade einmal 13 angereisten NPD-Anhänger mussten ihre Kundgebung gegen den Euro-Rettungsschirm vom Großflecken auf den von massiven Polizeikräften abgeriegelten AOK-Parkplatz verlegen. Chronologie eines Protesttages:
Schon gegen 14 Uhr zeigt die durch Einsatzkräfte aus Kiel und Eutin verstärkte Polizei Präsenz auf dem Großflecken.
14.25 Uhr: Die Partei Die Linke baut ihren Protest-Infostand ausgangs der Lütjenstraße auf.
14.57 Uhr: Erste schwarz gekleidete Gegendemonstranten, darunter viele Jugendliche, auf dem Großflecken. Polizei-Busse bilden eine Sperre zum Rathaus hin. Der Platz für die NPD-Kundgebung wird abgeriegelt.
15 Uhr: Eine Polizeikette verhindert das Durchbrechen von Demonstranten, Polizei-Verstärkungen rücken an. "Wir sind hier, um das Versammlungsrecht zu schützen", sagt Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Die NPD hat Auflagen. "Die Kundgebung auf der Ostseite des Großfleckens darf eine Stunde dauern", sagt Stadtsprecher Stephan Beitz.
15.30 Uhr: Die Gegendemonstranten vom breiten Bündnis gegen Rechts protestieren mit Transparenten an der lockeren Polizeikette. CDU-Fraktionschefin Sabine Krebs, der SPD-Kreisvorsitzende Fred Brocksema, der Linke Jonny Griese, "Piratin" Angelika Beer, Schulrätin Liske Salden und viele andere Neumünsteraner zeigen Flagge. "Das ist wieder eine ganz bunte Runde gegen Braun", sagt Sabine Krebs. Henning Möbius vom Runden Tisch für Toleranz und Demokratie freut sich: "Die Stimmung ist gut, mal gucken, ob die überhaupt noch kommen." Bisher hat sich erst ein NPD-Anhänger sehen lassen.
16.25 Uhr: Die NPD ist da - aber nicht auf dem Großflecken, sondern auf dem AOK-Parkplatz an der Rudolf-Weißmann-Straße. "Wir sind nicht aus freien Stücken hier", sagt der stellvertretende NPD-Versammlungsleiter Jens Lütke. Der Großflecken sei von "kriminellen Kräften besetzt", die Polizei sehe sich nicht in der Lage, den Platz zu räumen und das Versammlungsrecht durchzusetzen. "Das haben wir zur Gefahrenabwehr angeboten, und die NPD hat das akzeptiert", kontern Polizeisprecher Hinrichs und Stephan Beitz.
16.30 Uhr: Die Gegendemonstranten haben den Schauplatzwechsel spitz bekommen und eilen zum AOK-Parkplatz. Die Polizei hat alle Zugänge abgeriegelt. NPD-Redner Ingo Stawitz begrüßt über die Lautsprecheranlage die "lieben Volksgenossen auf der anderen Seite der Polizeisperre". Die antworten mit einem gellenden Konzert aus Trillerpfeifen und Vuvuzelas.
17.27 Uhr: Ein letztes Mal Musik der NPD, wütende "Haut ab"-Rufe der Demonstranten.
17.35 Uhr: Der Lkw der NPD und die beiden Pkw fahren vom AOK-Parkplatz, müssen auf der Plöner Straße wegen einer Sperre der Demonstranten noch einmal wenden und verlassen die Stadt. Polizeisprecher Hinrichs: "Alles ist ruhig geblieben. Die Polizei hatte die Lage voll im Griff."

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von
erstellt am 17.Jul.2012 | 10:39 Uhr

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