zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 05:37 Uhr

Kinderbetreuung : Uker Halle als Hort für kleine Falderaner ?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kita Faldera sucht dringend nach einer Außenstelle

Neumünster | Kehrt in die Uker Halle in Faldera bald neues Leben ein? – Auf Initiative der SPD soll die Stadtverwaltung prüfen, ob und zu welchen Konditionen der ehemalige Siedlertreff zwischen Haderslebener und Apenrader Straße zu einer Kita-Außenstelle ausgebaut werden kann. Ein entsprechender Vorschlag wird heute Abend in der Ratsversammlung verhandelt.

Führt die Anfrage zu einem befriedigenden Ergebnis, könnte die Stadt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Im Stadtteil werden seit geraumer Zeit dringend neue Kitaplätze gesucht, das ehemalige Gemeinschaftshaus in städtischem Besitz steht dagegen seit mehreren Monaten leer. Mehrere Anläufe, die 1000 Quadratmeter große Liegenschaft an der Uker Straße neu zu nutzen, liefen bislang ins Leere.

„Wir suchen seit längerem nach Ausweichquartieren für die Kita an der Schleswiger Straße, bislang ohne Erfolg“, erläuterte gestern Jörg Asmussen, Leiter des Fachdienstes Frühkindliche Bildung, das Problem. Die Stadt verzeichne in Faldera eine wachsende Zahl von Anfragen junger Eltern, die für ihren Nachwuchs Betreuungsplätze suchen. Gerade im Elementarbereich (Kinder zwischen drei und sechs Jahren) und bei der Ganztagsbetreuung gebe es im Stadtteil einen zunehmenden Engpass. Als Ursachen macht Asmussen vor allem den laufenden Generationswechsel bei den Einfamilienhausbewohnern aus. Es ziehen mehr und mehr junge Familien mit kleinen Kindern nach.

Asmussen geht davon aus, dass die Nachfrage eher noch wachsen wird, und verweist dabei etwa auf das neue Wohngebiet zwischen Wasbeker Straße und Wernershagener Weg/Fritz-Klatt-Straße. Bis zum nächsten Sommer sollen allein hier über 40 neue Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen (der Courier berichtete).

Um der Nachfrage besser gerecht zu werden, sucht die Stadt nach einer Außenstelle für ihre Kita an der Schleswiger Straße. Die Kita ist mit derzeit 157 Kindern voll belegt, ein Ausbau auf eigenem Gelände kaum möglich. Um vor Ort Platz für kleine Falderaner zu schaffen, wird überlegt, die Hortgruppe auszulagern. „Der Standort der Uker Halle wäre für uns ideal“, sagt Asmussen. Der Platz liegt abseits der Durchfahrtsstraßen im Wohngebiet, eingebettet und in der Nähe der Grundschule an der Schwale. Offen ist allerdings, wie weit sich das schlichte Holzgebäude für den Kita-Betrieb herrichten oder ausbauen lässt.

Der SPD-Antrag für die Ratsversammlung schließt daher wohlweislich auch die Suche nach Alternativstandorten in Faldera mit ein. Ein Ergebnis soll möglichst noch vor den Beratungen zum Haushalt 2017/2018 vorliegen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 12.Jul.2016 | 08:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen