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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 20:27 Uhr

Nachprüfungen sind keine Seltenheit : Tüv: Beleuchtung führt Mängelliste an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Technischer Zustand der Autos in Neumünster ist besser geworden. Aber: Ein Drittel der Fahrzeuge musste zur Nachprüfung.

Neumünster | Die Autos in Neumünster sind technisch immer besser in Schuss. Das zeigt die Tüv-Mängelbilanz für 2015. So wiesen 51 Prozent der Fahrzeuge, die im vergangenen an der Tüv-Station an der Wendenstraße auf Herz und Handbremse gescheckt wurden, überhaupt keine Mängel auf. Bei weiteren knapp 17 Prozent fanden die Tüv-Sachverständigen nur geringfügige Mängel, sodass 68 Prozent sofort eine neue Tüv-Plakette erhielten.

Die Kehrseite der Medaille: Bei immerhin fast jedem dritten Fahrzeug waren die Mängel so gravierend, dass sie umgehend repariert werden mussten. Erst nach einer Nachprüfung konnte das die Plakette auf das hintere Kennzeichen und das HU-Siegel für die Hauptuntersuchung in den Fahrzeugschein geklebt werden. Als völlig verkehrsunsicher wurden nur 6 Prozent der Autos eingestuft.

„Der Zustand der Autos in Neumünster ist besser geworden“, sagt der Leiter der Tüv-Station an der Wendenstraße, Peter Till (50). „Ein modernes Auto ist wie ein Computer, darauf stellen wir uns ein“, so Till, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Arbeitsjubiläum beim Tüv feierte. Der neue HU-Adapter lese alle für die Untersuchung wesentlichen Daten über eine spezielle OBD-Schnittstelle aus. Das Kürzel steht für Onboard Diagnose. Auf diese Weise könnten selbst die Fahrzeug-Identnummer und der Kilometerstand erfasst werden.

Peter Tills Erfahrung lautet: „Die meisten Mängel betreffen immer noch die Fahrzeug-Beleuchtung. Die Halbblinden und Blender sind nicht auszurotten.“ Dabei seien solche offensichtlichen Mängel doch einfach festzustellen und oft auch selbst zu beheben. Der Experte hat den Eindruck, dass der jeweils im Oktober vom Kraftfahrzeug-Gewerbe und vom Tüv angebotene kostenlose Lichttest immer weniger angenommen werde.

Insgesamt hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln laut Tüv-Report jedoch zum dritten Mal hintereinander verringert. Das sei ein neuer positiver Trend. Eine Erklärung liefert der Tüv auch: In Zeiten guter Wirtschaftslage kümmerten sich die Autofahrer mehr um die Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge. Termine zur Inspektion und Instandhaltung würden besser wahrgenommen. Als Indiz dafür wird die gute Auslastung der Inspektionstermine in den Werkstätten genannt. Eine Faustregel hat Bestand: Je älter die Autos sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Tüv-Plakette bekommen. Der durchschnittliche Pkw, der an der Wendenstraße geprüft wurde, war 10,7 Jahre alt und hatte 126  000 Kilometer auf dem Tacho.

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erstellt am 07.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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