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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2016 | 05:13 Uhr

KIN-Lebensmittel-Institut : Trend-Ideen für den Nahrungs-Markt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

34 frischgebackene Lebensmitteltechniker präsentierten Snacks, Verfahren und Grundlagenforschung im KIN-Lebensmittelinstitut

Neumünster | „Tasty Twisters“, „Crispy Bit“, „Smokey Ribs“ oder „Hot Crunch“ – hinter diesen werbewirksamen Namen verbargen sich gestern gefüllte Strudelvariationen, ein Gebäck-Snack, geräucherte Schweinerippchen und Erdnussriegel. 34 frischgebackene Lebensmitteltechniker präsentierten nach zweijähriger Ausbildung ihre kreativen Arbeiten im KIN-Lebensmittelinstitut an der Wasbeker Straße. Dabei ging es nicht nur um neue Lebensmittel-Kreationen, sondern auch um Zubereitung und Verpackung.

„Die Köpfe haben manchmal ganz schön geraucht. Sie haben eine Herausforderung gemeistert. Nicht immer führte der Weg gleich zum Ziel, aber Sie haben sich nicht entmutigen lassen – und Hartnäckigkeit sollte auch der Motor für Ihr berufliches Leben sein“, sagte Schulleiterin Gudula Apfelt. Die Schule sei nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch der menschlichen Begegnung gewesen: „Humor, Toleranz, Respekt und Wertschätzung waren unsere guten Begleiter. Sie werden immer auf Menschen aus dem Institut stoßen, auf Messen und woanders, man könnte fast vom KIN-Planeten sprechen, denn wir haben über 2000 Schüler ausgebildet“, sagte die Schulleiterin.

Andy Palm (31), Koch aus Kiel, hat sich mit Sarah von Westernhagen und Christian Erlebach ein veganes Dessert ausgedacht. Die KIN-Ausbildung beschreibt er als sehr anspruchsvoll. „Es war schwierig, aber machbar und sehr intensiv. Zuletzt waren 15 Klausuren in drei Wochen zu schreiben, alles eng getaktet. Ich habe eine kleine Tochter, meine Frau ist berufstätig. Ich konnte erst abends lernen.“ Auch Florian Wild (31) aus Schülldorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde hat bestanden und sagte: „Das war anstrengend, aber es hat sich gelohnt.“

Auf den Zukunftstrend essbare Insekten setzten die Köche Kevin Terasa (23) aus Niedersachsen und Peter Seeger (29) aus Sachsen-Anhalt: „Insnackt“ heißt ihr Mehlwurm-Snack. „Wir haben die Würmer kleingemahlen, damit es beim Kauen nicht knirscht. Sie haben eine gute Ökobilanz und reproduzieren sich schnell“, sagt Seeger. Der Besucher Ralf Wild kostete davon und meinte: „Gewöhnungsbedürftig, eine nussige Note – aber interessant. In Asien schmeckten frittierte Insekten wie eine Mischung zwischen Erdnussflips und Hühnchen.“

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erstellt am 01.Okt.2016 | 08:15 Uhr

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