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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 11:38 Uhr

Aschura-Fest : Traditionelles Essen für alle Kulturen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Türkische Gemeinde und viele Partner luden zum Aschura-Essen auf den Großflecken ein / Im November soll es eine Fotoausstellung geben

Neumünster | Am Sonnabend lud die Türkische Gemeinde in Neumünster mit zahlreichen Kooperationspartnern zum Aschura-Fest auf den Großflecken ein, um Freunden, Bekannten und Nachbarn die traditionelle Aschura-Speise zu servieren und an Gäste zu verteilen.

„Genauso vielfältig wie die Zutaten des Gerichts stellen wir uns eine multiethnische Gesellschaft vor. Jede Kultur bewahrt ihre Eigenart, und insgesamt ist sie durch die Vielfalt eine harmonische Gesellschaft“, sagte Tufan Kiroglu, der Vorsitzende der Gemeinde, zur Begrüßung der zahlreichen Gäste, unter ihnen Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger (CDU), die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Birgit Malecha-Nissen, die SPD- Landtagsabgeordnete Kirsten Eickhoff-Weber sowie Ibrahim Ortacer vom Forum für Vielfalt.

Anna-Katharina Schättiger freute sich über „die wunderbare Geste hier in Neumünster, so gemeinsam zu feiern“. Nach dem offiziellen Teil griffen nach anfänglichen Zögern immer mehr Neumünsteraner zu der süßen Speise. Und sie waren des Lobes voll über den Geschmack. Nilgun Kiroglu hatte gemeinsam mit Nuceyla Said Omer, Turkan Cihanbegli, Sevda Yalmaz und Vijdan Alieva das Gericht gekocht. Das Besondere sei, dass viele verschiedene Zutaten wie Sultaninen, Walnüsse, Feigen, Weizen, Orangen, Bohnen, Granatäpfel, Kichererbsen und Datteln zu der Speise gehören, man aber trotzdem alle Zutaten noch herausschmecken könne, sagten die Köchinnen. Darüber hinaus gab es auf dem Platz zahlreiche Fachgespräche mit den türkischen Frauen.

Den historischen Ursprung dieser Tradition sehen die Mitglieder der türkischen Gemeinde bei der Überlieferung über die Landung der Arche Noah auf dem Berg Ararat. Als Dank für die Rettung kochten sie aus dem Wenigen, was sie noch hatten, eine gemeinsame Speise, die sich durch die Gnade Gottes vermehrte, sodass alle satt wurden. Die Landung war am zehnten Tag des Monats Muharrem, weshalb das Gericht zur Erinnerung an diesen Tag den Namen Aschura bekam.

Neben der symbolischen Speise hatte die Gemeinde eine Fotoleinwand aufgebaut, vor der sich jeder mit seiner Aussage zu Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit fotografieren lassen konnte. Aus den so entstandenen Fotos und Aussagen will die Gemeinde im November eine Ausstellung im Rathaus präsentieren.

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