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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 11:54 Uhr

Gewaltprävention : Tonner-Schüler lernen das richtige Streiten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In dem Projekt „Prima Klima-Gewaltprävention“ wird das Verhalten bei Konflikten geübt.

Neumünster | Damit aus einem verbalen Gefecht kein übles Handgemenge wird, hat die Rudolf-Tonner-Schule in Tungendorf mit ihren Grundschülern von Dienstag bis heute Präventionsarbeit und Konfliktlösungsverhalten geübt.

„Wenn man Lösungsansätze schon früh antrainiert, kann man später darauf zurückgreifen“, erklärte Thorsten Vent, Experte für Gewaltprävention an Schulen von der Unfallkasse Nord. Die Kasse hat das Projekt „Prima Klima-Gewaltprävention an Grundschulen“ finanziert. „Wir zielen darauf ab, Unfälle zu vermeiden und eine positive Schul-und Konfliktkultur zu etablieren. Gewaltprävention ist eine Möglichkeit“, sagte Klaudia Gottheit von der Unfallkasse.

An der Rudolf-Tonner-Schule in Tungendorf wird nicht mehr gerauft als an anderen Schulen. „Wir möchten die Kinder rechtzeitig vorbereiten, auch außerhalb der Schule mit Konflikten sicher umzugehen“, erklärte der kommissarische Stellvertreter der Schulleitung, Thomas Reimers. Ziel sei außerdem, eine Gruppe von Schülern als Konfliktlotsen einzusetzen.

Gemeinsam mit Isabell Tornow, der Schulsozialpädagogin vor Ort und Prima-Klima-Fachkraft, haben die Kinder geübt, wie man selbstständig und lösungsorientiert mit Konflikten umgehen kann. Dazu gehört der wöchentliche Klassenrat, in dem die Kinder Lob und Tadel aussprechen können. Und wenn es mal Zoff gibt, können die Schüler an zwei Stellen auf dem Schulhof eine in Ampelfarben aufgemalte Freundschaftstreppe erklimmen. Die beiden Freundinnen Ceylan und Elin (beide 10) aus der Klasse 4b streiten sich zwar nicht – „wir sind beste Freundinnen“ – aber sie zeigten, wie man sich von der roten Stufe (Streit) durch Verständnis für den anderen (orange) und einer gemeinsamen Lösungssuche (gelb) wieder annähern und vertragen (grün) kann.

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