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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 11:25 Uhr

Premiere : Tolle Unterhaltung bei der NBN

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mit einer rasanten Komödie feierte die Niederdeutsche Bühne ihre zweite Premiere der Saison im ausverkauften Studio-Theater

Neumünster | Als Farce wird „To‘n Verleven, düsse Fischer“ angekündigt, aber Regisseur Wolfgang Schütz bezeichnet das neue Stück der Niederdeutschen Bühne (NBN) lieber als „komisches Lustspiel mit wunderbar überzogenen Klischees“. Am Freitagabend feierte „To‘n Verleven, düsse Fischer“ als zweites Stück der Theatersaison seine Premiere im ausverkauften NBN Studio-Theater.

„Die Leute sollen am Ende rausgehen und sich gut unterhalten fühlen. Nicht mehr und nicht weniger“, sagte Wolfgang Schütz. Diesem Anspruch wurden Regisseur und Schauspieler bei der Premiere mehr als gerecht.

„To‘n Verleven, düsse Fischer“, von Autor Horst Willems erdacht und von Magnus von Rolander ins Plattdeutsche übertragen, ist eine rasante Komödie, die den Schauspielern physisch und mental einiges abverlangt. Fünf Türen galt es auf der Bühne zu bespielen. Tür auf, rein, Tür zu, gegenüberliegende Tür auf, raus, Tür zu, andere Tür auf, neuer Schauspieler rein, Tür zu! Im Minutentakt wechselten die Akteure auf der Bühne, gaben dem Stück ordentlich Drive und brachten Bürgermeister Albert Sönnichsen (großartig dargestellt von Frank Juds) jedes Mal einen Schritt weiter in Richtung Katastrophe.

Sönnichsen hatte sich für ein lauschiges Wochenende in sein Ferienhaus zurückgezogen. An seiner Seite: Freundin Silke, sehr überzeugend gespielt vom Neuzugang der NBN, der wunderbaren Franzi Hauptmann. Albert Sönnichsen will seinen Spaß, Silke will heiraten. Da stehen natürlich Alberts politische Karriere und seine nichts ahnende Ehefrau Irene (toll besetzt mit Gastschauspielerin Christina Theurer) vor. Als dann auch noch der Wohnungslose Kay Fischer (Dieter Milkereit in gewohnt souveräner Manier) vor der Tür steht und sich auf Alberts Wahlversprechen beruft, er werde Wohnraum für alle besorgen, ist das Chaos fast perfekt.

Denn zum grandiosen Durcheinander fehlten noch NBN-Urgestein Ellen Hansen, die ihre Rolle als vornehme und wenig trinkfeste Senatorin Wilkens voll und ganz ausfüllte, und der angeschossene Polizist Reimer Bartz. Auch er wurde dargestellt von einem Neuzugang: Jason Zeichner bewies in seiner ersten Rolle großes komödiantisches Talent.

Zwei Stunden gute Unterhaltung boten die Akteure ihren 140 Gästen. Viele von ihnen blieben zur anschließenden Premierenfeier, um den Schauspielern und allen an der Inszenierung beteiligten Personen ihre Hochachtung auszusprechen. Unter den Gästen waren auch Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger, NBN-Fördervereinschef Uwe Döring, CDU-Vorsitzender Wolf Rüdiger Fehrs und der am selben Tag als Spitzenkandidat zurückgetretene CDU-Landesvorsitzende Ingbert Liebing. Er lobte das Stück und sagte, dass „nach dem ereignisreichen Tag diese Vorstellung die beste Entspannung“ für ihn gewesen sei.

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erstellt am 31.Okt.2016 | 08:00 Uhr

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